Thema: Krems. Was einst als Autismus bekannt war, heißt heute Autismus Spektrum Störung (ASS). Eine leider rein kosmetisch Maßnahme, denn das Wissen um Autismus hat sich kaum erweitert. Gefühlt steigt zwar die Zahl der Diagnosen laufend an, jedoch ist es extrem schwer, in Österreich ein solche zu bekommen. Nur wenige Institutionen bieten regelrechte Austestungen an, sodass sich Betroffene nach wie vor gefallen lassen müssen, „Krankheiten zu erfinden, zu imitieren“ oder dergleichen mehr. Demütigungen gegenüber Menschen mit ASS sind an der Tagesordnung und dabei gibt es ein klares „soziales Gefälle“. Wer finanziell nicht potent genug ist, sich per Privatordination eine Diagnose stellen zu lassen, wartet Monate, wenn nicht sogar Jahre auf Abklärung. Dazu kommen extreme Fehlmeinungen aus grauer Vorzeit. So ist es etwa weitgehend falsch, zu meinen, Autisten wären grundsätzlich sozial völlig inkompetent und teilnahmslos. Die erfolgreiche Arbeit am AIAAMR beweist das Gegenteil. In Abhängigkeit vom Ausprägungsgrad sollte man auch nicht in jedem Fall sofort von „Krankheit“ sprechen, wo doch sehr häufig eher eine spezielle Ausformung ausgewählter Persönlichkeitsanteile vorliegt.
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