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DEKV begrüßt die Zustimmungslösung bei der Organspende

Datum: Donnerstag, 16. Januar 2020
Thema:



Die Zahl der Personen, die im Jahr 2019 nach ihrem Tod ein oder
mehrere Organe für die Transplantation gespendet haben, ist im Vergleich zu 2018
um 23 auf 932 Personen gesunken [1].

Um mehr Menschen zur Organspende zu motivieren, hat der Bundestag heute zwei
Gesetzentwürfe beraten: Den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der
Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende und den von
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstützten Entwurf eines Gesetzes zur
Regelung der doppelten Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz.

"Evangelische Krankenhäuser unterstützen das ethische Ziel, durch eine
Organtransplantation schwer kranken Menschen zu helfen und Leben zu retten.
Daher informieren unsere Mitarbeitenden Patienten und Angehörige sachlich und
ausführlich zum Thema Organtransplantation. Wir sind überzeugt, dass die
Entscheidung für oder gegen eine Organspende nur auf Grundlage umfassender
Informationen getroffen werden kann. Sie sollte in Freiheit und ohne jeden
Druck, nach reiflicher Überlegung und Erwägung aller relevanten Gesichtspunkte
getroffen werden. Das bedeutet auch, zu akzeptieren, wenn Menschen noch keine
Entscheidung getroffen haben oder sich zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht
festlegen möchten. Zudem kann sich die persönliche Einstellung im Zeitverlauf
aufgrund von wechselnden Lebensumständen und neuen Erfahrungen und Einsichten
verändern. Daher begrüßen wir ausdrücklich die Zustimmungslösung und eine
Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende.

Der DEKV setzt sich für eine Medizin ein, die sich der Achtung der Würde, der
Integrität und der sozialen Bezogenheit des einzelnen Menschen unter allen
Umständen verpflichtet weiß und von daher auch Grenzen für ihr Handeln gewinnt
und respektiert. In der Transplantationsmedizin bedeutet dies, nur dann eine
Organentnahme zu befürworten, wenn diese Person zu Lebzeiten einer Organentnahme
zugestimmt hat oder es nach dem Tod seine nächsten Angehörigen tun", erklärt
Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen
Krankenhausverbandes (DEKV).

Quellen:

1. http://ots.de/jkL22b

Pressekontakt:

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Medizin & PR GmbH - Gesundheitskommunikation
Barbara Kluge | Eupener Straße 60, 50933 Köln
E-Mail: barbara.kluge@medizin-pr.de | Tel.: 0221 / 77543-0

Melanie Kanzler | Verbandsdirektorin
E-Mail: kanzler@dekv.de | Tel.: 030 80 19 86-11

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/126495/4493834
OTS: Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V. (DEKV)

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