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"Nur zwei Stunden später wäre es vermutlich zu spät gewesen" - eine Mutter schildert ihre Erfahrungen mit Meningokokken (FOTO)

Datum: Dienstag, 17. September 2019
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Dem schnellen Beginn der Therapie hat es Birgit Augé (46) zu
verdanken, dass ihre vier Monate alte Tochter eine schwere
Meningokokken-Sepsis überlebte. Mittlerweile geht es der heute
15-Jährigen gut. Sie hatte Glück im Unglück und trug keine
Folgeschäden davon. Trotzdem ist es ihrer Mutter ein Anliegen, über
die Erkrankung und die Schutzmöglichkeiten zu sprechen, damit kein
Elternteil erleben muss, was sie durchgemacht hat.

Frau Augé, welche Symptome hatte Ihre Tochter?

Nach einem ganz normalen Tag wurde Leonie in der Nacht plötzlich
unruhig, zog ihre Beine an, krampfte und spuckte. Im Krankenhaus
sorgte sich die Ärztin, weil es meinem Baby allgemein nicht gut ging,
sie gräuliche Lippen hatte und ihre Haut wie marmoriert wirkte.
Sowohl das erste als auch das zweite Blutbild ergaben jedoch
keinerlei Hinweise. Erst als die Ärztin mich nach roten Pünktchen
fragte, gab es eine konkrete Vermutung. Ich hatte sie für einen
sommerlichen Hitzeausschlag gehalten, weil sie im Bereich der Windel
lagen. Es waren jedoch bereits Einblutungen unter der Haut.

Wie wurde Leonie behandelt?

Leonie bekam sofort ein Antibiotikum - nur zwei Stunden später
wäre es vermutlich zu spät gewesen. Im weiteren Verlauf hatte meine
Tochter Hauteinblutungen von Kopf bis Fuß und sie erlitt einen
septischen Schock mit Herz-Kreislauf-Versagen. Ihre Organe waren auch
schon angegriffen. Die Ärzte mussten 24 Stunden um ihr Leben kämpfen.
Die eigentliche Diagnose einer Meningokokken-Erkrankung folgte erst
später. Wir waren insgesamt 14 Tage im Krankenhaus. Es dauerte
mehrere Wochen, bis Leonie sich von der Meningokokken-Sepsis, der
Blutvergiftung, erholte. Danach brauchte es noch Jahre, bis ihr
Immunsystem wieder so stark war wie das von anderen Kindern.

Wussten Sie, dass es Schutzimpfungen gibt? War Ihre Tochter
geimpft?

Ich hatte bis dahin keine Ahnung, dass es Meningokokken gibt und
dass sie insbesondere für Babys gefährlich sein können. Als Leonie
2004 mit vier Monaten erkrankte, gab es erst eine Schutzimpfung, die
jedoch noch nicht standardmäßig für alle Kinder empfohlen wurde. Sie
kam erst zwei Jahre später in den offiziellen Impfkalender. Aber auch
die hätte Leonie nicht schützen können, da es mehrere Erregergruppen
gibt und die bis heute empfohlene Impfung nur gegen eine davon
schützen kann. Meine Tochter erkrankte jedoch an einer anderen
Meningokokken-Gruppe.

Wie hat sich Ihr Leben seitdem verändert?

Leonie hatte überlebt, darüber waren wir heilfroh. Als wir
erfuhren, dass nach Meningokokken-Erkrankungen Hörverlust,
Schädigungen des Gehirns, Lernschwächen oder Hautvernarbungen
zurückbleiben können oder in manchen Fällen Gliedmaßen amputiert
werden, mussten wir dennoch schwer schlucken. Als sich später
herausstellte, dass Leonie keine Folgeschäden davongetragen hat,
waren wir zusätzlich erleichtert. Heute ist meine Tochter 15 Jahre
alt und kerngesund. Ich hätte nicht gedacht, dass sie diese schwere
Erkrankung so gut überlebt hat, geschweige denn so gesund. Ich bin
dankbarer geworden, für vieles.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass alle Eltern sich bei ihrem Kinder- und Jugendarzt
informieren. Heutzutage gibt es Impfungen gegen die fünf häufigsten
Meningokokken-Gruppen in Deutschland. Ich bitte wirklich jeden, sein
Kind bestmöglich schützen zu lassen. Weil diese Erkrankung, so selten
sie auch sein mag, so schwere Folgen bis hin zum Tod haben kann.

Aktuelle Studie: Impfstatus des eigenen Kindes häufig unklar

Von Meningokokken-Erkrankungen besonders häufig betroffen sind
Babys und Kleinkinder, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig
ausgereift ist. Impfungen können schützen. Eine aktuelle Studie
zeigt jedoch, dass viele Eltern den Impfstatus ihrer eigenen Kinder
nicht genau kennen. Einem Großteil ist außerdem nicht bewusst, dass
es unterschiedliche Meningokokken-Gruppen gibt.

Eltern sollten ihren Kinder- und Jugendarzt frühzeitig auf die
Schutzimpfungen gegen Meningokokken ansprechen und sich vorab
informieren, zum Beispiel unter www.meningitis-bewegt.de.

(1) RKI: "Ratgeber für Ärzte: Meningokokken-Erkrankungen".
Verfügbar unter: http://ots.de/OgMCYi. August 2019.

(2) Survey: "Parents Awareness Tracker - Parent Activation
Initiative Market Research, IPSOS on behalf of GSK. 27 March - 15
April 2019". (Data on File: 2019N405209_01).

NP-DE-BEX-PRSR-190005; 08/19



Pressekontakt:
Melanie Piatanesi, PR-Managerin Impfstoffe (Hintergrundinformationen)
Tel.: +49 89 36044 8638, E-Mail: melanie.m.piatanesi@gsk.com
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