Thema: Nationale Kampagne „AKTION Saubere Hände“ bietet fünf Module zur verbesserten Händedesinfektion - Bundesweiter Aktionstag am 22.10.2008
In Deutschland ereignen sich jährlich rund 500.000 Fälle von Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektionen). Diese Infektionen sorgen für längere Liegezeiten von Patienten (durchschnittlich vier Tage) und immense Zusatzkosten für das Gesundheitswesen (in Einzelfällen zwischen 4.000 und 20.000 Euro). Um eine Übertragung der Erreger von Patient zu Patient zu vermeiden, ist die häufige Händedesinfektion notwendig. „Meist gibt es zuwenig Personal, der Zeitdruck für die Pflege der Patienten ist extrem hoch, und es gibt ebenso zu wenige oder nur vom Patientenbett weit entfernte Möglichkeiten, um sich während der Pflege des Patienten die Hände zu desinfizieren,“ sagt Dr. Christiane Reichardt von der „AKTION Saubere Hände“. Dabei sei das Krankenhauspersonal ganz besonders daran interessiert, die Situation zu verbessern. Das habe die große Resonanz auf die Initiative gezeigt. Die Aktion unterstützt deshalb vor allem die in der Pflege tätigen Menschen und bietet auch den Krankenhäusern Hilfe an. Die bisher beteiligten Krankenhäuser setzen jeweils fünf Maßnahmen zur Verbesserung der Händedesinfektion um. Mit der Teillnahme an der Aktion verpflichten sich die Kliniksleitungen, folgende Maßnahmen umzusetzen:
1. Teilnahme von Mitarbeitern aus der Leitungsebene, Qualitätsmanagement und Hygiene am Einführungskurs
2. Überprüfung der Händedesinfektionsmittel Spenderausstattung und ggfs. Erhöhung der Spenderzahlen
3. Messung der Compliance mit regelmäßiger Rückmeldung an die Mitarbeiter
4. Durchführung von 2 Fortbildungen für alle Mitarbeiter aller Berufsgruppen
5. Teilnahme an den Aktionstagen und Erfahrungsaustauschen
So werden z.B. Vorschläge gemacht, wo das Krankenhaus sinnvoll Desinfektionsspender anbringt, damit die Benutzung leicht fällt, und es keine großen Wege zu dem Spender gibt. Weitere Infos unter www.aktion-saubere-haende.de
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