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Unter der Co-Leitung der beiden HTW-Forschenden Kerstin Wagner und Michael Beier sollen crowd-basierte Initiativen im Tourismus vorangetrieben werden. "Dabei geht es aber nicht nur um die einzelnen Crowdfunding-Projekte von touristischen Akteuren, sondern auch darum, wie eine touristische Dachorganisation ihre Leistungsträger bei der Entwicklung und Vermarktung von Crowdfunding-Projekten unterstützen kann", verdeutlicht Kerstin Wagner, Professorin an der HTW Chur.

Steuerung und Unterstützung durch touristische Dachorganisationen

Gemeinsam mit der HTW Chur und der Plattform 100 Days beabsichtigen die touristischen Dachorganisationen, Projekte von innovativen Personen in der Destination und im Verband zu unterstützen, um eine Finanzierung über Crowdfunding zu ermöglichen. "Wir stellen uns die Frage, wo innovative Ideen schlummern, mit denen man Leute begeistern kann", so Roger Manser, Leiter Marketing und Kommunikation der Destination Davos Klosters. Denn für die Dachorganisationen bieten sich so neue Chancen, um marktnahe Projekte und Kooperationen zu initiieren und notwendige Netzwerkentwicklungen anzustossen.

Beim Crowdfunding ist nicht nur der Finanzierungsaspekt wichtig

So lassen sich über Crowdfunding-Kampagnen beispielsweise Ideen am Markt testen bevor sie realisiert werden, Infrastruktur-Projekte anschieben, Events vorfinanzieren, und Marketing-Effekte in Bezug auf Bekanntheit, Image und Online-Reichweite erzielen. Zudem können potenzielle Kundinnen und Kunden frühzeitig angesprochen und gebunden werden. "Gerade in den Bereichen Gastronomie und Events bieten sich viele neue Möglichkeiten für Crowdfunding", so Romano Strebel, Geschäftsführer der Crowdfunding-Plattform www.100-days.net in Zürich. Auf der Plattform sind bereits einige touristische Projekte von Hotels, Gastronomen und für Events erfolgreich finanziert worden.

Mit dem Projekt erhoffen sich die Partner, dass sich durch die Steuerung von Kooperationen viele positive Effekte ergeben, die weit über die realisierten Einzelinitiativen hinausgehen. Das Projekt startet im Dezember 2014 und wird bis zum Herbst 2016 dauern.

Weitere Auskünfte:
Wagner Kerstin, Prof., Dr.
Tel. +41 (0)81 286 39 82
Fax +41 (0)81 286 39 51
kerstin.wagner@htwchur.ch

Roger Manser, Leiter Marketing und Kommunikation Destination Davos Klosters
Tel. +41 (0)81 415 21 71
roger.manser@davos.ch

Romano Strebel, Geschäftsführer 100-DAYS.net GmbH
Tel. +41 (0)43 322 08 83
strebel@ronorp.net

Frank Bumann, Tourismusdirektor St. Gallen Bodensee Tourismus
Tel. +41 (0)71 227 37 14

Pit Meyer, Leiter Marketing und Kommunikation Schweizer Alpen Club SAC
Tel. +41 (0)31 370 18 03

Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur mit ihren rund 1600 Studierenden ist eine regional verankerte Hochschule mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Sie bietet Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudiengänge in den Disziplinen "Ingenieurbau/Architektur", "Informationswissenschaft", "Management", "Multimedia Production", "Technik" sowie "Tourismus" an. Die HTW Chur betreibt in allen Disziplinen angewandte Forschung und Entwicklung, führt Beratungen durch und bietet Dienstleistungen an. Die gesamte Hochschule ist ISO 9001:2008 zertifiziert. Die HTW Chur ist seit dem Jahr 2000 Teil der FHO Fachhochschule Ostschweiz. Als erste öffentliche Schweizer Hochschule ist die HTW Chur 2009 der Initiative der Vereinten Nationen für verantwortungsvolle Ausbildung im Management, den UN Principles for Responsible Management Education, beigetreten. Doch die Geschichte der Hochschule begann bereits 1963 mit der Gründung des Abendtechnikums Chur.


Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur
Pulvermühlestrasse 57
7004 Chur
Schweiz

Telefon: +41 (0)81 286 24 24
Telefax: +41 (0)81 286 24 00

Mail: hochschule@htwchur.ch
URL: http://www.htwchur.ch/
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Gäste, die im Vogelsberg Erholung suchen, fühlen sich durch Windenergieanlagen offenbar weniger gestört als befürchtet. Entsprechende Sorgen von Gastgeberinnen und Gastgebern sind daher unbegründet, wie eine Untersuchung unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Diller vom Institut für Geographie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ergeben hat. Eine jetzt vorgestellte Touristenbefragung widerlegt die entsprechenden Befürchtungen aus dem Beherbergungsgewerbe weitgehend.

Eine am Institut für Geographie im Jahr 2013 durchgeführte qualitative Befragung unter Betrieben des Beherbergungsgewerbes hatte ergeben, dass die Betriebe sich zwar selbst durch die Windenergieanlagen kaum gestört sahen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer hatten allerdings vermutet, dass ihre Gäste sich gestört fühlen könnten. Diese besorgten Äußerungen nahmen BSC-Studierende der Geographie unter der Leitung von Prof. Diller zum Anlass, gezielt Besucherinnen und Besucher in der Vogelsberg-Region zu befragen. Im Zeitraum von April bis Juni 2014 führten sie in Zusammenarbeit mit der IHK Gießen-Friedberg eine Befragung durch. Die meisten der insgesamt 1023 Personen (477 Frauen und 546 Männer) im Alter von 18 bis über 80 Jahren wurden am Standort Hoherodskopf befragt.

"Beim derzeitigen Ausbaustand von Windenergieanlagen im Vogelsberg ist die von den Besucherinnen und Besuchern empfundene Störung gering", zieht Prof. Diller als Fazit aus der Untersuchung.

Zwar stehen laut Umfrage über ein Drittel der Befragten dem Ausbau der Windkraftanlagen (WKA) im Vogelsberg skeptisch gegenüber; knapp 40 Prozent der Befragten akzeptieren den Ausbau von Windenergie im Vogelsberg weniger bis überhaupt nicht. Dennoch wird nur in wenigen Fällen der Ausbau der Windenergie als ein Grund angesehen, die Region nicht mehr zu besuchen: Nur für 11 Prozent wäre dies in Ansätzen ein Grund, nicht wieder in den Vogelsberg zu kommen. Diese Ergebnisse entsprechen den Befunden aus einer älteren Besucherbefragung. Weitere 40 Prozent der Befragten gaben darüber hinaus sogar an, den WKA-Ausbau "ziemlich" oder "sehr" zu akzeptieren.

Die unmittelbare Störung durch Windkraftanlagen im Vogelsberg wird sogar noch als deutlich geringer empfunden: Nur ein kleiner Teil der Befragten fühlt sich durch Windenergieanlagen im Vogelsberg mittel bis sehr gestört (12,5 Prozent) oder gar "bedrängt" (8,4 Prozent).

Die Untersuchungen der Gießener Geographen bestätigen die Vermutung, dass die Akzeptanz der befragten Personen zum Ausbau von Windkraftanlagen im Vogelsberg sehr stark von allgemeinen Einstellungen beeinflusst wird. Sie steigt mit einer generellen Akzeptanz der Windenergie und einer ablehnenden Einstellung zur Atomenergie.

Die vertiefenden Auswertungen machten zudem deutlich, dass es zu diesen Fragen bei den Befragten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Alter, Bildung, Geschlecht, im Rahmen des Aufenthalts im Vogelsberg ausgeübten Aktivitäten (Spazieren, Wandern, Fahrrad, Reiten, Motorrad, Wintersport, Kultur) sowie der Aufenthaltsdauer bzw. Besuchshäufigkeit gab.

Kontakt

Prof. Dr. Christian Diller
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Geographie
Professur für Raumplanung und Stadtgeographie
Justus-Liebig-Universität Gießen
35390 Gießen
Telefon: 0641 99-36240
Fax: 0641 99-36249
E-Mail: christian.diller@geogr.uni-giessen.de

Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die rund 28.000 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot - von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissenschaften - bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veteri-närmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlich-keiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System - ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture - GCSC).


Justus-Liebig-Universität Gießen
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35390 Gießen
Deutschland

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Telefax: +49 (641) 99-12259

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