fit und munter - Aufrecht in ein neues Leben

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Aufrecht in ein neues Leben

Deutscher Arzt operiert erfolgreich Ukrainerin mit schwerer Fehlbildung an der Wirbelsäule. In ihrer Heimat wollte niemand die lebensnotwendige OP riskieren.
Karlsbad-Langensteinbach, 02. Juli 2013
21 Jahre, Studentin und noch viel vor – das ist Irina Kolesnikova. Sie möchte Sozialarbeiterin werden und hat ein großes Herz für Kinder. Dass ihr eigenes Herz noch bis vor kurzem in Gefahr war, hält sie nicht davon ab, mit Lebensfreude Zukunftspläne zu schmieden. Irina hat eine so starke und fortschreitende Verkrümmung der Wirbelsäule, dass ihre Organe einquetscht werden und sie im Rollstuhl sitzt. Für Irina ist eine Operation überlebenswichtig. Über eine andere Patientin erfährt Irina von einem Wirbelsäulenspezialisten aus Deutschland, der sich auf schwere Fälle spezialisiert hat. Sie nimmt Kontakt mit ihm auf. Dr. Gregor Ostrowski vom SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach erklärt sich bereit, sie zu operieren.

Irina leidet seit ihrer Geburt an einer seltenen Krankheit. Ihre Wirbelsäule verkrümmt sich zunehmend, ist in sich an einigen Stellen verdreht. Das führt zu starken Problemen an Armen und Beinen, Muskulatur und Nerven. Besonders gravierend ist jedoch, dass durch die fortschreitende Verkrümmung Organe wie Herz und Lunge zu wenig Platz haben, um richtig zu arbeiten. Die Wirbelsäule muss operativ aufgerichtet werden. Ohne diese Operation führt die Krankheit früher oder später zum Tod. Jetzt muss nur noch das Geld aufgebracht werden.

Der gemeinnützige Verein „Hamburger mit Herz“ ruft eine Spendenaktion ins Leben und sammelt 33.000 Euro. Dr. Ostrowski und das gesamte Team verzichten auf ihr Honorar. „Es war ein großes Glücksgefühl für mich zu erfahren, dass ich tatsächlich in Deutschland operiert werden kann“, sagt Irina. In einer mehrstündigen OP im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach wird ihre Wirbelsäule mit Hilfe von Stab-Schrauben-Systemen aufgerichtet. „Durch den Eingriff hat sich die Lebensqualität und vor allem die Lebenserwartung von Irina deutlich verbessert. Sie bekommt mehr Luft und kann besser sitzen“, sagt Dr. Ostrowski.

Zur Zeit erholt sich Irina von der OP, bevor sie wieder in die Ukraine zurückfliegt. Dort möchte sie ihr Studium beenden und ehrenamtlich eine Initiative für Kinder mit Wirbelsäulenerkrankungen gründen.
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