fit und munter - Nächstenliebe als Karrierebremse

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Nächstenliebe als Karrierebremse

Weiterstadt, Februar 2009 – Der berufliche Alltag stellt Arbeitnehmer heute vor täglich wachsende Herausforderungen: das Kleinkind erkrankt, die alternde Mutter wird über Nacht pflegebedürftig. Plötzlich und unerwartet kommt zum eigenen extrem ausgefüllten Alltag auch noch die Notwendigkeit, Angehörige zu versorgen oder gar zu pflegen. Wenn beides zusammen kommt ist das für die meisten eine schier kaum zu bewältigende Doppelbelastung. Und bis heute oft ein Tabuthema in deutschen Unternehmen - insbesondere bei Führungskräften.
Bei erkrankten Eltern oder anderen Familienmitgliedern, übernehmen Angehörige trotz Vollzeitjob gerne selbst die Pflege. Aus den unterschiedlichsten Gründen – Dankbarkeit oder Nächstenliebe, Kosten oder gesellschaftliches Ansehen. Mit dem Chef oder den Kollegen wird darüber in den seltensten Fällen gesprochen, oft aus Angst. Die Angst wird damit begründet, dann nicht mehr als voll einsatzfähig und belastbar zu gelten – aus Sicht des Arbeitgebers. Für Betroffene ist die geplante Unterstützung der erkrankten Eltern – oder ein Feuerwehreinsatz aufgrund von einer Notsituation fatal, denn dadurch ändert sich der Tagesablauf gravierend. Mehr Flexibilität wäre nötig, um sowohl die Arbeiten im Job – abweichend vom gewohnten Rhythmus - zu erledigen, und die Eltern zu versorgen. Das neue Pflegezeitgesetz (PflegeZG) hilft dabei kaum. Steht es heute jedem Arbeitnehmer zu, bis zu zehn Tage pro Jahr ohne Lohnfortzahlung für die Pflege eines Angehörigen frei gestellt zu werden, nehmen die wenigsten Betroffenen dies in Anspruch und hoffen, den Alltag auch so regeln zu können.

Das Problem zieht sich durch alle Hierarchiestufen und trifft oft gerade die Leistungsträger eines Unternehmens, gewohnt sich überdurchschnittlich zu engagieren und Verantwortung für andere und sich zu übernehmen. Passieren solche familiären Sonderereignisse, haben selbst sie von ihren Vorgesetzten kaum Verständnis zu erwarten: denn die Arbeiten am Arbeitsplatz warten nicht, der Termindruck ist hoch.

„Es wäre doch wie ein Geständnis, dass ich nicht mehr belastbar bin, eben nicht mehr leistungsfähig genug für meinen Job.“, erzählt der Geschäftsführer einer Unternehmensberatung. „Oft habe ich lange Beratungstermine bis in den Abend hinein und bin dann erst spät am Abend bei meiner erkrankten Mutter. Seit sie an Demenz leidet, habe ich ständig Angst, dass sie das Haus anzündet oder wegläuft oder stürzt.“ Ob Sachbearbeiter oder Manager, das Potenzial, das Unternehmen durch anhaltendes Schweigen entgeht, ist immens. Und traurige Realität scheint zu sein, wer einen Angehörigen pflegt, muss auf die Karriere verzichten. Dabei gibt es doch Lösungen, die beiden gerecht werden: dem Arbeitnehmer und Manager wie dem Hilfe- oder Pflegebedürftigen. Hilferufe und Anrufe wie die des Geschäftsführers gehen täglich bei Therapon24 ein. Als eine Art „Feuerwehr“ bei familiären Sondersituationen hat sich das hessische Unternehmen Dienste für und am Menschen zur Aufgabe gemacht. „Wer seine Eltern zu Hause pflegt, verschweigt dies oft am Arbeitsplatz. Und wer selbst nicht pflegen muss, kann zumeist nur schlecht nachempfinden, wie sehr die Doppelbelastung die Kräfte bindet und auf Dauer raubt.“, meint Hans-Dieter Kesseler, Geschäftsführer der Therapon24 Familien- und Senioren-Dienste. „Einer der schlimmen Dinge daran ist, nicht offen kommunizieren zu können. Man bürdet sich die Doppelbelastung auf, statt Hilfe zu suchen. – So lange, bis man sich körperlich und psychisch am Limit bewegt und vielleicht selbst erkrankt.“

Speziell für diese Anforderungen hat Therapon24 einen Firmenservice entwickelt, der Arbeitnehmer – und damit auch Arbeitgeber – erheblich entlasten kann. Das Angebot ist umfassend und richtet sich nach dem individuell Notwendigen. Von der kurzfristigen Lösung im akuten Krankheitsfall eines Familienangehörigen (Hilfe auch bei Nacht), über die kurzfristige Kinderbetreuung bei eigenen Überstunden in wichtigen Projektphasen, bis zur Pflege schwer erkrankter Demenz- oder Diabetes-Patienten, und wenn nötig, auch eine 24-Stunden-Betreuung. Die Mitarbeiter von Therapon24 verstehen sich als hilfreicher Freund an der Seite ihrer Kunden. Sie wissen um die Emotionen der Angehörigen in Extremsituationen und wie schwer es fällt, die Verantwortung für nahe Angehörige auch in fremde Dienstleister-Hände zu legen. Der Dienst am Menschen ist für die Mitarbeiter von Therapon24 nie Routine, geschieht aus Überzeugung und kommt von Herzen. Das erleben Privatpersonen wie auch Unternehmen, die sich bereits heute auf Therapon24 verlassen. Vor allem bei letzteren lässt sich wachsendes Interesse und ein Umdenken bemerken.

So werden in großen Unternehmen eigene Abteilungen ins Leben gerufen oder ausgebaut, die Mitarbeiter in Sachen Pflege beraten und auch in der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen Hilfestellung leisten. Auch wenn dies vielerorts noch nicht die Regel ist, ist eine Einladung überfällig, endlich das Schweigen zu brechen. Es gilt, gemeinsam mit dem Arbeitgeber und Partnern wie Therapon24 nach Lösungen zu suchen. Karriere zu machen und sich gleichzeitig verantwortungsbewusst dem Dienst am Nächsten zu stellen.
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