fit und munter - Trotz Finanzkrise: Unternehmen investieren weiter in betriebliche Gesundheit

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Trotz Finanzkrise: Unternehmen investieren weiter in betriebliche Gesundheit

Das Jahressteuergesetz 2009 entfaltet Wirkung: Ein Drittel aller Unternehmen will die Gesundheitsangebote für Mitarbeiter ausbauen, wie eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung bestätigt.
Gütersloh.Die im Jahressteuergesetz 2009 beschlossene steuerliche Befreiung betrieblicher Gesundheitsleistungen beginnt zu greifen: 34,8 Prozent der deutschen Unternehmen werden ihre bestehenden Leistungen in diesem Bereich erweitern oder neue Gesundheitsleistungen implementieren. Der steuerliche Anreiz wirkt vor allem in den Betrieben, die ihren Mitarbeitern bereits Gesundheitsleistungen anbieten. Aber auch 17,8 Prozent der Unternehmen, die bislang keinerlei Gesundheitsleistungen anbieten, werden aufgrund des neuen Gesetzes erstmals Gesundheitsangebote implementieren. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die die Bertelsmann Stiftung beim Bonner Marktforscher EuPD Research in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden 135 Personalleiter, Geschäftsführer und Gesundheitsmanager deutscher Unternehmen. Dabei zeigt sich, dass das Gesetz in vielen Betrieben noch nicht bekannt ist. Zudem ist jeder dritte Befragte derzeit noch unentschlossen, wie er auf die steuerliche Befreiung reagieren wird.

Gesundheit zahlt sich aus: Ausgaben künftig steuerlich absetzbar
Die neue Regelung im Jahressteuergesetz, das der Bundesrat Ende November verabschiedet hat, sieht vor, dass Betriebe für betriebliche Gesundheitsleistungen 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr von der Steuerschuld absetzen können. Die stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, machte deutlich: „Von Verbesserungen in der Gesundheitsförderung profitieren Unternehmen und Mitarbeiter. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss zukünftig mehr als bisher in die Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheit seiner Mitarbeiter investieren, weil er dadurch auch Motivation und Kreativität fördert.“ Außerdem gehöre die betriebliche Gesundheitspolitik heute unbestreitbar zu einer partnerschaftlichen Unternehmenskultur, so Mohn weiter.

Insgesamt 60,7 Prozent der befragten Unternehmen bieten den eigenen Mitarbeitern bereits betriebliche Gesundheitsleistungen an. Davon haben 39,3 Prozent bislang noch eher vereinzelte Maßnahmen, 17,8 Prozent abgestimmte Programme und nur 3,7 Prozent ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert. Im Umkehrschluss vernachlässigen also bisher vier von zehn Firmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Diese Zahl überrascht auch Detlef Hollmann, Projektleiter für betriebliche Gesundheitspolitik der Bertelsmann Stiftung. Denn: Bereits 2005 wurde in einer Studie des AOK Bundesverbands von 65 Prozent der befragten Unternehmen die Senkung von Entgeltfortzahlungen als herausragender wirtschaftlicher Nutzen der betrieblichen Gesundheitsförderung genannt.

Kongress „Anerkennung und Vertrauen als Wettbewerbsfaktoren in unsicheren Zeiten“, 18. und 19. März 2009
Darüber, wie nachhaltige betriebliche Personal- und Gesundheitspolitik in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten aussehen kann und muss, gibt der hochrangig besetzte Kongress "Anerkennung und Vertrauen als Wettbewerbsfaktoren in unsicheren Zeiten" Auskunft. Der Kongress wird von der Bertelsmann Stiftung organisiert und findet am 18. und 19. März 2009 in Frankfurt statt. Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren Ansätze und Strategien zukunftsfähiger Personalpolitik in Krisenzeiten und geben wertvolle Tipps und Anregungen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.anerkennung-und-vertrauen.de

„Corporate Health Award 2009“: Transparenz bei Gesundheitsleistungen
Um künftig für mehr Transparenz auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung zu sorgen, hat EuPD Research gemeinsam mit Handelsblatt, Deutschlands führender Wirtschafts- und Finanzzeitschrift, einen Gesundheitspreis – den „Corporate Health Award 2009“ – ins Leben gerufen. Eine Jury von Gesundheitsexperten bewertet dabei die Existenz, die Struktur und das Leistungsangebot des betrieblichen Gesundheitsmanagements und prämiert jeweils die besten Unternehmen in verschiedenen Branchen sowie zwei Sonderkategorien. Die Teilnahme steht allen Unternehmen frei und ist kostenlos.
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