fit und munter - Studie belegt Nutzen von Coaching + Telemonitoring

fit und munter

Studie belegt Nutzen von Coaching + Telemonitoring

Weniger Kosten und mehr Lebensqualität für herzinsuffiziente Patienten

Oberhaching, den 01.06.2011. Bereits im Jahr 2008 startete die 4sigma GmbH gemeinsam mit der Vereinigten IKK im Raum Westfalen ein Pilotprojekt zur telemedizinischen Versorgung herzinsuffizienter Patienten. Die Teilnehmer des Betreuungsprogramms „Homecoach Herzinsuffizienz“ erhielten über den Zeitraum von einem Jahr eine bedarfsorientierte Beratung per Telefon. Parallel dazu wurden die Patienten mit einer telemetrischen Waage ausgestattet, über die der medizinische Coach von 4sigma sowie der behandelnde Arzt das Gewicht als Indikator einer akuten Verschlechterung täglich überwachen konnten.

Ziel des strukturierten Betreuungsprogramms war es, die Lebensqualität der Patienten zu sichern und gleichzeitig die Versorgungsausgaben zu senken. Um statistisch belastbare Ergebnisse bei der Evaluation zu erhalten, wurden die von der betreuten Gruppe erhobenen Daten mit denen einer Kontrollgruppe verglichen. Die Auswertung der Studiendaten erfolgte am Institut für Gesundheitsökonomik in München unter Leitung von Prof. Dr. Günter Neubauer. In ihrem nun veröffentlichten Abschlussbericht kommen die Wissenschaftler zu folgenden Ergebnissen:

Höhere Lebensqualität durch Telecare
Anhand eines Fragebogens wurde die Veränderung der Lebensqualität bei der betreuten Gruppe und parallel dazu bei der Kontrollgruppe mit konventioneller Versorgung evaluiert. Die Auswirkungen der Erkrankung auf Alltagssituationen und das körperliche Befinden wurden dabei ebenso abgefragt wie ihr Einfluss auf die Psyche der Patienten. Ergebnis der Datenauswertung: Infolge der telemedizinischen Betreuung profitierten die Programmteilnehmer in allen abgefragten Aspekten der Lebensqualität – besonders deutlich war der positive Effekt aber im Bereich emotionaler Lebensqualitätsfaktoren.

Gesenkte Rate an Klinik-Einweisungen führt zu Ausgabenreduktion
Die Studiendaten machten zudem deutlich, dass durch die telemedizinische Betreuung vor allem im Bereich der stationären Versorgung Einsparpotenziale ausgeschöpft werden können: Die Ausgaben für stationäre Leistungen gingen bei der betreuten Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50% zurück. Nach Bereinigung mit den Daten aus der Kontrollgruppe ergab sich daraus eine Nettoeinsparung von mehr als 3000 Euro pro Jahr und Patient, die rein auf die telemedizinische Versorgung zurückzuführen ist.

Die Ergebnisse der Studie von 4sigma und Vereinigter IKK in Zusammenarbeit mit dem IfG München sind erschienen in:
„Die Krankenversicherung“, Heft 05/2011, Seite 145 - 148

Weitere Informationen sowie dem Abschlussbericht des IfG München finden Sie auf der Homepage von 4sigma.
Login
Einstellungen

Druckbare Version

Artikel Bewertung
Ergebnis: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und bewerten diesen Artikel
Excellent
Sehr gut
Gut
Okay
Schlecht

Verwandte Links
Linkempfehlung

Diesen Artikel weiter empfehlen: