fit und munter - Zahnarztlügen: Rechtswidriger Lobbyismus gegen Autoren gestoppt

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Zahnarztlügen: Rechtswidriger Lobbyismus gegen Autoren gestoppt

Landgericht Hamburg erlässt einstweilige Verfügung gegen die Landeszahnärztekammer Hessen
(Luxembourg, 31. August 2010) Das Landgericht Hamburg (324 O 368/10) hat der Landeszahnärztekammer Hessen verboten, im Hinblick auf den Ratgeber "Zahnarztlügen - Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt" zu behaupten, die von dem Autoren-Duo aufgestellten Thesen seien schlichtweg gelogen, würden man deren Thesen Glauben schenken, müssten Eltern ab sofort die zahnärztliche Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen für ihre Kleinen verweigern.

Bei Verstößen gegen das im einstweiligen Verfügungsverfahren ergangene Verbot, gegen das noch Rechtsmittel möglich sind, drohen der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) vertreten durch den Vorstand Dr. Michael Frank, ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft.

"Es war eine scheinheilige Hetzkampagne gegen uns, um das Versagen der Zahnärzte bei der Erwachsenenprophylaxe weiterhin zu vertuschen", so erklärt sich Autor Dr. Lars Hendrickson die rechtswidrigen Behauptungen der hessischen Zahnärztekammer. In einer Presseerklärung bezeichnete die Landeszahnärztekammer Hessen die Thesen der Autoren "als schlichtweg gelogen".

"Während sich die LZKH als schützender Engel der kleinen Patienten geriert, unterstellen sie den Autoren, sie gäben die Grundlagen für die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen preis und riskierten bewusst deren Zahnlosigkeit", erläutert Reinhard Höbelt von der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Joachim Steinhöfel den Fall.

Dorothea Brandt zufolge sei eine solche Retourkutsche billige Panikmache und Propaganda, um der eigentlichen Kritik des Buches auszuweichen. "Es ist nicht nur ein Sieg für uns, sondern für jeden Patienten, der von Zahnärzten krank behandelt wurde. Das Verhalten der LZKH zeigt einmal mehr, dass wir mit unserem Buch ins Schwarze getroffen haben", erklärt die Autorin Dorothea Brandt.

Den Autoren zufolge unterstütze diese heuchlerische Verunglimpfung die Zahnärzteschaft, sodass der flickende, heillose Therapieansatz weiter im Verborgenen bleibt. Damit zeige sich einmal mehr, dass Zahnärzte mündige Patienten fürchten, die mit "Zahnarztlügen" ihre Zahngesundheit selbst in die Hand nehmen, ganz nach der Devise: Mit gesunden Patienten lässt sich kein Geld verdienen.

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