fit und munter - Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammen denken

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Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammen denken

Georg Abel fordert Allianz für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Berlin, 30. Juli 2019. "Wir müssen Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammen denken." Georg Abel ist überzeugt, dass sich weitere gesellschaftliche Player für den Gesundheitsschutz in Betrieben engagieren müssen. Nur "eine akteursübergreifende Themenallianz", betont der Geschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. (Bundesverband), könne die Lücke zwischen dem Interesse der Menschen am Gesundheitsschutz in Betrieben und ihrem geringen Wissen schließen.



Mit einer nicht repräsentativen Befragung im Rahmen ihrer Partnerschaft beim Projekt "Gesundheitsmanagement aus interorganisationaler Perspektive" (GESIOP) erhob der Bundesverband die Meinung von Verbrauchern in Deutschland zum Gesundheitsschutz an Arbeitsplätzen. Ziel war festzustellen, ob ein Label, das Waren aus Betrieben kennzeichnet, die ihren Beschäftigten im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung gesündere Arbeitsbedingungen anbieten, von Kunden anerkannt und deren Produkte damit als Qualitätsmerkmal höher wertgeschätzt würden.



Die Umfrage förderte eine Diskrepanz zutage. Dreiviertel (74,9 Prozent) der Befragten fanden das Thema "wichtig oder sehr wichtig". Positiv für engagierte Unternehmen: 63,8 Prozent wollen es als Kaufkriterium einsetzen und Betriebe, die sich für ihre Mitarbeiter engagieren, bei der Produktwahl im Laden bevorzugen. Allerdings räumen auch 58,3 Prozent der Antwortenden ein, sich derzeit "kaum oder gar nicht" aktiv um Informationen zu bemühen, welche Betriebe sich um das Thema Gesundheit kümmern.



Für Abel markiert das ein grundsätzliches Dilemma. Es werfe die Frage auf, "ob entsprechende Informationen zum betrieblichen Gesundheitsschutz überhaupt zur Verfügung stehen und für Interessierte einfach erreichbar sind". Das jedoch bezeichnete der Verbraucher-Experte als "Voraussetzung, damit das Thema eine kaufrelevante Entscheidung spielen kann".



Zwei Drittel der befragten, potenziellen Kunden plädierten für ein Label, mit dem zertifizierte Unternehmen aufgrund ihres Gesundheitsschutz-Engagements für ihre Waren werben können. "Ein Label als der schnelle, manchmal nur gefühlte Rat könnte ein Ansatz sein", kommentiert dies Georg Abel. Er bleibt dennoch auch skeptisch, ob das Label wirklich hilft: "Die Vielzahl von Labels trägt eher zur Verwirrung bei." Der Verbraucherschützer weiß: "Ein Label braucht neben einem hohen Anspruch auch eine klare Positionierung bei den Punkten Unabhängigkeit, Kontrolle und Transparenz." Er setzt daher zuallererst auf ein stärkeres Themensetting für betrieblichen Gesundheitsschutz. "Dieses Zukunftsthema muss dafür stärker mit dem unternehmerischen CSR-Engagement und der allgemeinen Nachhaltigkeitskommunikation verbunden werden", betont Georg Abel. Das brauche ein "Akteurs übergreifendes Denken".



Das Interview mit Georg Abel von der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. (Bundesverband) können Sie auf hier lesen.
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