fit und munter - MedTech-Unternehmen Bomedus startet Crowdfunding-Kampagne

fit und munter

MedTech-Unternehmen Bomedus startet Crowdfunding-Kampagne

Startup entwickelt fehlenden Therapiebaustein für 15 Millionen chronische Schmerzpatienten in Deutschland
Schmerzfreiheit ohne Tabletten auf Rezept - daran arbeitet Bomedus. Mittels einer gezielten Neuromodulation beeinflusst Bomedus das sog. Schmerzgedächtnis bei Schmerzpatienten - ein bis dato fehlender, elementarer Baustein einer jeden multimodalen Schmerztherapie. In Zukunft soll die Bomedus-Technologie nicht mehr nur einer kleinen Gruppe von Betroffenen zur Verfügung stehen, sondern möglichst vielen der insgesamt 15 Millionen chronischen Schmerzpatienten in Deutschland. Um dies zu erreichen, startet Bomedus eine Crowdfunding-Kampagne auf Seedmatch. Für die Crowd kann die Finanzierung dieser medizinischen Forschung sowohl einen hohen Return on Investment als auch einen positiven medizinisch-gesellschaftlichen Beitrag erbringen. Insgesamt möchte das Unternehmen über das Crowdfunding bis zu 500.000 Euro einsammeln. Fundingstart ist Donnerstag, 18. Juli, um 12 Uhr auf www.seedmatch.de/bomedus



Bonn, 16.07.2019 - Die Idee entstand durch einen Schicksalsschlag in der Verwandtschaft, welcher bei einem jungen Menschen zur Beinamputation und zu täglichen starken Phantomschmerzen führte. "In meiner Forschungsgruppe pain reduction haben mein Team und ich uns bereits mit der Beeinflussung der Schmerzweiterleitung durch elektrische Impulse beschäftigt", sagt Arzt und Gründer Dr. med. Dr. rer. pol. Tobias Weigl. "Durch den Schicksalsschlag habe ich aus einer neuen persönlichen Perspektive miterleben müssen, dass die Schmerztherapie oftmals leider nur unzureichend ist und die Medikamente auch zu Nebenwirkungen führen. Dies war ein gewaltiger Motivationsschub, den fehlenden Baustein der Schmerztherapie zu entwickeln und somit chronische Schmerzen wie auch den Schmerzmittelbedarf zu reduzieren."



Von einer Forschungsgruppe zum etablierten Jungunternehmen



In 2012 gründete Dr. Dr. Tobias Weigl zusammen mit dem Chefarzt der Anästhesiologie des Universitätsklinikums Bonn, Prof. Dr. med. Andreas Hoeft, und zwei weiteren Personen die Bomedus GmbH als Spin-off der Uniklinik Bonn. Sie entwickelten eine Technologie, mit der es gelingt, ein krankhaft verändertes Schmerzempfinden, das sog. Schmerzgedächtnis, zu beeinflussen mit dem Ziel, dieses wieder zu normalisieren. Mittlerweile gibt es sieben verschiedene CE-zugelassene und patentierte Bomedus-Produkte für verschiedene Körperteile. Mit dem durch das Funding erworbene Kapital möchte die Bomedus GmbH ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten ausbauen sowie den nächsten Schritt zur Erstattungsfähigkeit gehen. Der Fundingstart ist am Donnerstagmittag, 18. Juli 2019, um 12 Uhr. Bereits ab 250 Euro können Kleinanleger in Bomedus investieren und durch verschiedene Renditebestandteile, zum Beispiel gewinnabhängige Bonuszinsen oder eine Exit-Beteiligung, von der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens profitieren. Gleichzeitig tun sie dabei etwas Gutes, indem sie die medizinische Forschung in Deutschland fördern und vielen Millionen Schmerzpatienten zu einem besseren Leben verhelfen. Alle Informationen zur Kampagne gibt es auf www.seedmatch.de/bomedus



Das Schmerzgedächtnis löschen



Die von Bomedus entwickelte Small Fiber Matrix Stimulation (SFMS)® ist das erste und bislang einzige Therapieverfahren, mit dem selektiv "Schmerzfasern" nicht-invasiv, d.h. ohne Operation, stimuliert werden können. Bei regelmäßiger Stimulation können morphologische Veränderungen im schmerzverarbeitenden System bei chronischen Schmerzen normalisiert bzw. kann ihnen vorgebeugt werden - eine generelle Schmerzüberempfindlichkeit soll reduziert werden. Das Verfahren unterstützt somit die aktive, eigenverantwortliche und langfristige Remobilisierung der Patienten - ohne Medikamente. "Wir von Bomedus haben den fehlenden Baustein der multimodalen Schmerztherapie," so Christian Bohlmann, Leiter der technischen Entwicklung bei der Bomedus. "Durch viel Grundlagenarbeiten und auch Austausch mit anderen Forschungsgruppen haben wir gemerkt, dass uns eine gezielte elektrische Stimulation der Schmerzfasern gelingt und wir damit auf den entscheidenden, fehlenden Baustein bei der Therapie chronischer Schmerzen gestoßen sind. Uns gelingt eine Neuromodulation, d. h. die chronischen Schmerzen lassen nach oder verschwinden sogar ganz."



Über 2.000 Anwender und eine Schmerzreduktion von bis zu 70 Prozent in sechs Wochen



Wie genau funktioniert diese Technologie? "Patienten legen das Schmerzband, ähnlich einer Bandage, an die betroffene Stelle und steuern mithilfe einer Fernbedienung die Impulsstärke", erklärt Dr. Dr. Tobias Weigl. Über feine Polyamidfäden gelangen niederfrequente Stromreize gezielt an die relevanten Schmerzfasern, die sogenannten Small Fibers, die sich direkt in der obersten Hautschicht befinden. Bei regelmäßiger Anwendung, optimalerweise täglich zweimal 20 Minuten, werden nicht nur akute Beschwerden auf ein Normalmaß reduziert, auch das Schmerzgedächtnis wird sukzessive überschrieben. Somit können sich die täglichen Schmerzen spürbar reduzieren und Patienten nach kurzer Zeit ihre Lebensqualität zurückgewinnen.



"Wir erachten es als eine medizinische Notwendigkeit, dass unsere Technologie Teil einer jeden multimodalen Schmerztherapie wird und dass sie einem jedem Menschen, der sie braucht, unabhängig der finanziellen Situation durch die Kostenübernahme der Krankenkassen zugänglich gemacht wird", so Dr. Dr. Tobias Weigl weiter. "Wir sind bereits in Kontakt mit Kostenträgern und dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zur Aufnahme in den Heil- und Hilfsmittelkatalog. Mit dem zu erwartenden Kapital aus dem Funding wollen wir die dafür noch benötigte Pilotstudie durchführen und damit unser bereits breites Forschungsportfolio ergänzen."
Login
Einstellungen

Druckbare Version

Artikel Bewertung
Ergebnis: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und bewerten diesen Artikel
Excellent
Sehr gut
Gut
Okay
Schlecht

Verwandte Links
Linkempfehlung

Diesen Artikel weiter empfehlen: