fit und munter - Deutsche Patienten sind verantwortungsvoll im Gebrauch von Schmerzmitteln (FOTO)

fit und munter

Deutsche Patienten sind verantwortungsvoll im Gebrauch von Schmerzmitteln (FOTO)



Die Deutschen gehen mit Schmerzmitteln offensichtlich sehr
verantwortungsvoll um. Das ist das Ergebnis der Berechnungen des
Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) anlässlich des
"Aktionstages gegen den Schmerz".

In den vergangenen 25 Jahren hat sich der jährliche
Pro-Kopf-Gebrauch von verschreibungspflichtigen und
verschreibungsfreien Schmerzmitteln insgesamt relativ konstant auf 50
standardisierte Einheiten (Standard Units, SU) eingependelt.
Vergleicht man den Gebrauch fürs Jahr 2018 mit dem Gebrauch anderer
westlicher Industrienationen, ergibt sich für Deutschland ein
unterdurchschnittlicher Wert.

Im internationalen Vergleich fürs Jahr 2018 fällt vor allem auf,
dass der Gebrauch rezeptfreier Schmerzmittel zum Beispiel in
Australien etwa fünfmal und in Frankreich etwa dreimal höher ist als
in Deutschland. Selbst beim Gesamtgebrauch verschreibungspflichtiger
und verschreibungsfreier Analgetika liegen die Australier und
Franzosen mit einem dreimal bzw. zweieinhalbmal so hohen Wert
deutlich in Front.

Dabei verhält sich der Gebrauch in Deutschland zwischen
verschreibungspflichtigen und verschreibungsfreien Arzneimittel -
betrachtet man beides getrennt - nahezu spiegelbildlich: Während bei
den rezeptpflichtigen Arzneimittel von 2010 bis 2018 ein leichter
Anstieg von 21,2 SU auf 26,0 SU zu beobachten ist, zeigt sich bei den
rezeptfreien ein Rückgang von 29,1 auf 24,7 SU. Beides saldiert
ergibt einen konstanten Gebrauch von etwa 50 SU pro Jahr.

"Gerade beim Blick auf den verschreibungsfreien Bereich kann man
deutlich sehen, dass sowohl die Patienten als auch Apotheker sehr
sorgfältig mit Schmerzmitteln umgehen. Sie wiegen offensichtlich
genau ab, ob und in welcher Dosierung Schmerzmittel wirklich benötigt
werden. Eine wichtige Rolle spielt wohl auch, dass Schmerzmittel - im
Gegensatz zu manch anderen Ländern - in Deutschland
apothekenpflichtig sind und auch in der Apotheke nicht einfach im
Freiwahlbereich angeboten werden. Das eröffnet dem Apotheker die
Möglichkeit, den Patienten vor dem Kauf zu beraten und auf den
richtigen Gebrauch aufmerksam zu machen", sagt Dr. Elmar Kroth,
Geschäftsführer Wissenschaft beim BAH. "Die hier genannten
Gebrauchsdaten beziehen sich außerdem nur auf die in den Apotheken
abgegebenen Schmerzmittel und berücksichtigen nicht den tatsächlichen
Gebrauch. Dieser liegt womöglich deutlich niedriger - zum Beispiel,
weil der Patient die Packung wegen Überschreitens des Verfallsdatums
gar nicht aufbraucht", ergänzt Kroth.

Die genannten Berechnungen des BAH beziehen sich auf verschiedene
Datenquellen, wie u.a. IQVIA MIDASTM. Sie beinhalten die
Schmerzmittel des ATC-Codes "N2B", also zum Beispiel
Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen als Einzelsubstanzen
oder in Kombination. Nicht berücksichtigt sind rezeptpflichtige
Analgetika der Bereiche Betäubungsmittel, Migränemittel und
Spasmoanalgetika. Eine standardisierte Einheit (SU) ist auf Basis
unterschiedlicher Packungsgrößen und Darreichungsformen definiert. So
steht 1 SU in etwa für 1 Tablette, 1 Ampulle oder 5 ml Saft.

Weitere Daten und Fakten zum Arzneimittelmarkt sind in der
BAH-Zahlenbroschüre 2018 aufgeführt.

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) ist der
mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in
Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiter
beschäftigen. Das Aufgabenspektrum des BAH umfasst sowohl die
verschreibungspflichtigen als auch die nicht
verschreibungspflichtigen Arzneimittel sowie die stofflichen
Medizinprodukte. Unter www.bah-bonn.de gibt es mehr Informationen zum
BAH.



Pressekontakt:
Ihre Ansprechpartner in der BAH-Pressestelle:

Christof Weingärtner
Pressesprecher
Tel.: 030 / 3087596-127
weingaertner@bah-bonn.de

Aleksandra Rudnik
Referentin Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 3087596-123
rudnik@bah-bonn.de

Geschäftsstelle Berlin
Bundesverband der
Arzneimittel-Hersteller
Friedrichstraße 134
10117 Berlin

Geschäftsstelle Bonn
Bundesverband der
Arzneimittel-Hersteller
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn

www.bah-bonn.de

Original-Content von: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH), übermittelt durch news aktuell
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