fit und munter - Moderne Behandlung von Knorpelschaden und Arthrose

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Moderne Behandlung von Knorpelschaden und Arthrose

Aufbau und Biologie des Gelenkknorpels sind Ursache dafür, dass eine vollständige Wiederherstellung von geschädigtem Knorpel durch den Körper nicht möglich ist. Auf der einen Seite ist das Knorpelgewebe in der Lage, über Jahrzehnte erhebliche Belastungen, die teilweise dem Mehrfachen des Körpergewichtes, ohne Schäden zu kompensieren, auf der anderen Seite kann es bereits bei jungen Menschen, auch ohne traumatische Einwirkungen, zu Schäden im Gelenkknorpel kommen. Die körpereigene Regeneration von Schäden kann nur in Form eines minderwertigen Ersatz- Knorpelgewebes erfolgen.

Die rechtzeitige Erkennung von Art und Ausmaß des Knorpelschadens und der beginnenden Arthrose ist von großer Bedeutung. In der Diagnostik von Knorpelschäden spielt die MRT- Diagnostik eine wesentliche Rolle. Dieses nicht- invasive bildgebende Verfahren erlaubt eine differenzierte Bewertung von Texturveränderungen des Knorpels sowie aller anderer Strukturen des Kniegelenkes, einschließlich des Knochens. Da die Untersuchung beliebig oft wiederholt werden kann, eignet sich das Untersuchungsverfahren auch für die Bewertung des weiteren Verlaufes bzw. der Erfolge nach entsprechenden therapeutischen Maßnahmen. Grundsätzlich ist es unabdingbar, dass alle begleitenden Veränderungen des betroffenen Gelenkes, einschließlich einer begleitenden Achsfehlstellung einer Gliedmaße, behandelt werden. Neben der systemischen und lokalen Anwendung unterschiedlicher Wirkstoffe und Medikamente stehen verschiedene knorpelfördernde operative Maßnahmen im Rahmen einer Arthroskopie zur Verfügung: Neben der einfachen Bohrung oder eines Abrasionsarthroplastik stellt die autologe Chondrozytentransplantation nach der Züchtung körpereigener Knorpelzellen im Labor als - allerdings sehr teures - Verfahren zur Verfügung. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Mikrofrakturierung nach Steadman im Verbund mit einer Deckung des Knorpeldefektes mit einer Kollagen I / III- Membran infolge der Umformung von Stammzellen in Chondrozyten eine sehr erfolgreiche Alternative darstellt. Weitere Verfahren sind die Transplantation von Knorpel- Knochenylindern. Da derartige Zylinder nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, ist dieses Verfahren auf wenige Fälle beschränkt. Die Behandlung von Knorpeldefekten mit synthetischem und resorbierbarem Material stellt eine weitere Möglichkeit der Behandlung dar. Die neueren Erkenntnisse über die Biochemie der Knorpelzellen lassen erwarten, dass mit Hilfe von wachstumsfördernden Faktoren und Eiweißen künftig eine verbesserte Chance auf eine nachhaltige Heilung von Knorpelschäden möglich sein kann.
Fazit: Je früher eine Knorpelschädigung erkannt wird, desto erfolgreicher kann die Behandlung sein. Es ist wichtig, dass alle begleitenden Veränderungen des Gelenkes erkannt und behandelt werden. Durch eine Reihe von unterschiedlichen Behandlungsverfahren stehen Verfahren zur Verfügung, die individuell angepasst werden können. Hierdurch kann in vielen Fällen eine erfolgreiche Behandlung vorgenommen werden.
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