fit und munter - UV-Schutz in Zeiten des Klimawandels / Schutz vor Hautkrebs ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

fit und munter

UV-Schutz in Zeiten des Klimawandels / Schutz vor Hautkrebs ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe


Heute ist Sommeranfang. Ein Tag, den die Deutsche
Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention
e.V. (ADP) zum Anlass nehmen, auf notwendigen Schutz vor
ultravioletter Strahlung hinzuweisen. Angesichts zunehmender
klimatischer Veränderungen wird ein angemessener Sonnenschutz immer
bedeutsamer, um UV-Schäden und insbesondere Hautkrebs vorzubeugen.
"Der Schutz vor krebserregender UV-Strahlung ist längst eine
Herausforderung, die gesamtgesellschaftlich gelöst werden muss und
nicht allein der Verantwortung jedes Einzelnen überlassen werden
darf", sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Krebshilfe. "Städteplaner und Architekten sind hierfür ebenso zu
sensibilisieren, wie Erzieher, Lehrer, Sporttrainer und Arbeitgeber
von im Freien Beschäftigten."

Global gesehen gehören die vergangenen drei Jahre zu den wärmsten,
die die Menschheit seit Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen
erfahren hat. Deutschland erlebte 2017 eines der acht wärmsten Jahre.
Nach Angaben des Umweltbundesamtes wird die jährliche
Durchschnittstemperatur hierzulande weiter ansteigen, vor allem im
Frühjahr und Sommer. Dies wird sich auch auf das Freizeitverhalten
der Menschen auswirken, weshalb UV-Schutzexperten alarmiert sind.
Denn: sollten sich die Menschen durch die zunehmend sonnenreicheren
Tage öfter draußen aufhalten, so ist ihre Haut auch der UV-Strahlung
länger und damit deutlich intensiver ausgesetzt.

"Der Mensch kann die UV-Strahlung der Sonne nicht wahrnehmen und
das macht sie so gefährlich", erläutert Professor Dr. Eckhard
Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische
Prävention e.V. (ADP). "Wir sehen das Licht, wir spüren die Wärme,
doch für die UV-Strahlung gibt es kein Sinnesorgan. Das erschwert die
richtige Einschätzung der UV-Intensität. Wind, Wasser oder ein
wolkenbedeckter Himmel können schnell über eine hohe Intensität
hinweg täuschen. Die Folge sind UV-Schäden, Sonnenbrände und
Hautkrebs." UV-Schäden der Haut sind maßgeblich für das Entstehen von
Hautkrebs verantwortlich. Deutschlandweit erkranken derzeit jährlich
über 293.000 Menschen neu an einem Tumor der Haut, etwa 35.000 davon
am gefährlichen malignen Melanom, dem sogenannten "schwarzen"
Hautkrebs.

Auch das UV-Schutz-Bündnis - ein Zusammenschluss von 20
Fachgesellschaften rund um das Thema UV-Strahlung, Haut und
Gesundheit - warnt vor klimabedingten Gesundheitsschäden durch die
Sonne: "Wir müssen genau hinsehen, welche Wechselwirkungen zwischen
Wärme und UV-Strahlung der Klimawandel mit sich bringt. Der Schutz
vor übermäßiger UV-Strahlung, aber auch vor Hitze wird zukünftig
immer bedeutsamer werden", betont Bündnis-Koordinatorin Dr. Cornelia
Baldermann vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Die Haut lässt sich prinzipiell mit einfachen Regeln schützen:
sich im Schatten aufhalten, schützende Kleidung tragen und
Sonnencreme nutzen. Neben dem individuellen Verhalten wird die aktive
Gestaltung äußerer Rahmenbedingungen immer bedeutsamer, denn
intensive Sonne kann an vielen Orten des Alltags auftreten:
Außenanlagen von Kitas, Schulhöfe, Sportplätze und Parkanlagen sowie
Arbeitsplätze im Freien sind nur einige Beispiele. Die Deutsche
Krebshilfe und die ADP fordern daher gemeinsam mit dem
UV-Schutzbündnis, einem vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
initiierten Expertengremium, die deutschlandweite Etablierung
sogenannter verhältnispräventiver Maßnahmen. Dazu gehören
beispielsweise Sonnensegel, schattenspendende Baumgruppen sowie
Arbeitszeiten und Pausenregelungen im Sommer, die hohe
UV-Strahlungsintensitäten berücksichtigen. Weiterführende
Empfehlungen enthält das Expertenpapier "Verhältnisprävention von
Hautkrebs in urbanen Lebenswelten".

In diesem Zusammenhang und als Beitrag hat die Deutsche Krebshilfe
gemeinsam mit der ADP und weiteren Partnern das Projekt ''Clever in
Sonne und Schatten'' initiiert. Dieses hat das Ziel den UV-Schutz in
den jeweiligen Lebenswelten der Menschen zu stärken: also in der Kita
und Schule, am Arbeitsplatz und in der Freizeit. Das Projekt bietet
Kitas und Grundschulen kostenlose spielerische Aktionsmaterialien an.
Diese und weitere Aktions- und Informationsmaterialien können
kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de
bestellt werden.

UV-Schutztipps

Verhaltensprävention

Intensive Sonne meiden

Auf UV-Index achten. Dieser gibt tagesaktuell die Intensität der
UV-Strahlung an: www.bfs.de/uv-prognose
Mittagszeit drinnen oder im Schatten verbringen
Haut mit Kleidung bedecken, Kopfbedeckung tragen
Augen mit Sonnenbrille schützen. Auf DIN EN ISO 12312-1 und UV-400
Kennzeichnung achten
Sonnencreme für unbekleidete Hautstellen verwenden. Lichtschutzfaktor
30 (hoch), UVA- und UVB-Schutz

Verhältnisprävention

Technische Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Sonnensegel,
Pergolas und schattenspendende Begrünung

Organisatorische Schutzmaßnahmen:
Bereitstellung von UV-Schutzbekleidung für im Freien Beschäftigte.
Verlegung von Aktivitäten in die Morgen- und Abendstunden. Anpassen
von Arbeitszeiten, Pausenregelungen und Stundenplänen an die
UV-Intensität
Beachtung des UV-Index bei der Planung von Aktivitäten im Freien

Interviewpartner auf Anfrage!



Pressekontakt:
Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de

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