fit und munter - Wer Sonnenbrände vermeidet, senkt das Hautkrebsrisiko

fit und munter

Wer Sonnenbrände vermeidet, senkt das Hautkrebsrisiko



Hautkrebs wird immer häufiger diagnostiziert und das hat auch mit
dem Trend zum Sonnenbaden zu tun. Experten der Deutschen Krebshilfe
rechnen damit, dass die Zahl der Neuerkrankungen bis 2050 jährlich um
sieben Prozent ansteigen wird. Schon jetzt sei Hautkrebs mit mehr als
250.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Tumorart in
Deutschland und auch Jüngere seien zunehmend betroffen. Dermatologen
machen dafür vor allem den Trend zum regelmäßigen Sonnenbaden im
Freien oder im Solarium verantwortlich. Auch der Hautarzt Dr. med
Martin Schomaker, Oberarzt am Berliner Vivantes Klinikum Spandau
warnt im Gespräch mit dem BPI-Pressedienst Arzneimittel vor dem
Hautkrebsrisiko, das viele in Kauf nähmen, um braun zu werden. Gerade
Kinder und Jugendliche sollten mögliche Folgen bedenken:

O-Ton 1: "Krebse brauchen mitunter 20, 30 Jahre um zu entstehen
und da ist natürlich ganz klar, Kinder erleben das noch. Ein
80-Jähriger, der einen Sonnenbrand hat, für den ist das sicherlich
nicht so problematisch, weil er nicht 120 wird, aber ein
siebenjähriger Junge kann natürlich dann schon mit 30 oder 40 Jahren
ein Melanom entwickelt haben"

Dass immer mehr Hauttumore diagnostiziert werden, liegt nach
Ansicht von Experten auch daran, dass sich immer mehr Menschen
gezielt untersuchen lassen. Kein Wunder: Seit 2008 übernimmt die
Gesetzliche Krankenversicherung für Patienten ab 35 Jahren die Kosten
für ein Screening. Früherkennung ist hier besonders wichtig, denn je
schneller ein Tumor entdeckt wird, desto besser ist die Prognose.
Heller Hautkrebs kann in vielen Fällen durch einen chirurgischen
Eingriff geheilt werden. Aber auch der gefährliche schwarze Hautkrebs
kann, früh entdeckt, mittlerweile dank moderner Antikörpertherapien
immer besser behandelt werden, wie Dr. Schomaker berichtet:

O-Ton 2: "Da hat sich was getan. Seit mehr als zwei Jahren
existieren nun Medikamente, die die Tumorzellen bei vielen Patienten
reduzieren können und wir auch in bestimmten Fällen eine
Lebensverlängerung erzielen können. Aber wie gesagt, nur eine
Lebensverlängerung, keine Heilung."

Natürlich entstehen nicht alle Hauttumore allein durch
Sonnenbaden. Trotzdem kann man sein Hautkrebsrisiko senken, indem man
Sonnenbrände vermeidet. Gerade wer einen hellen Hauttyp hat, ist
schon bei kleinen Sonnendosen gefährdet. Zwischen 12 und 15 Uhr setzt
man sich im Sommer am besten gar nicht direkt der Sonne aus. Wer auf
Nummer sicher gehen will, trägt dauerhaft UV-feste Sonnenbekleidung
und eine Kopfbedeckung. Die Sonnenbrille mit UV-Filter ist sowieso
obligatorisch, denn auch die Augen können durch die Sonnenstrahlen
beschädigt werden. Wer sich trotzdem hin und wieder in die Sonne
legen möchte sollte unbedingt eine geeignete Sonnencreme benutzen,
mahnt Dr. Schomaker:

O-Ton 3: "Achten Sie darauf, dass Sie einen UVA- und einen
UV-B-Anteil haben, wenn da steht wasserfest sollten Sie auch wissen,
wenn sie in der Brandung waren, dann ist das hinterher ab, so
wasserfest ist keine Sonnencreme und dass Sie einen ausreichenden
Lichtschutzfaktor nehmen, also 20 und aufwärts."

Den aktuellen Pressedienst Arzneimittel des BPI zum Thema "Haut in
der Sonne" sowie weitere O-Töne von Dr. Schomaker finden Sie auch
unter: http://www.bpi.de/presse/pressedienst-arzneimittel/



Pressekontakt:
Andreas Aumann
Tel. 030 / 279 09 123
aaumann@bpi.de
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