fit und munter - Endodontie – Clever wie nie

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Endodontie – Clever wie nie

Moderne Methoden reduzieren Rückfallquoten bei Wurzelbehandlungen
Düsseldorf/Kempen im Mai 2015. Im Fall einer Wurzelentzündung am Zahn besteht dringend Behandlungsbedarf, denn eine unbehandelte Entzündung bedeutet Schmerzen und endet unweigerlich mit Zahnverlust. Herkömmliche Techniken führen jedoch nur in 50 Prozent der Behandlungen zum Erfolg, oft muss eine erneute Behandlung oder sogar eine Wurzelspitzenresektion erfolgen. „In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der Endodontie, besser bekannt als Wurzelbehandlung, viel getan. Die Entwicklung der mikro- und minimalinvasiven Techniken in der Medizin ist mittlerweile auch in der Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken und macht es möglich, die äußerst feinen Wurzelkanälchen zu erreichen und ausreichend zu behandeln“, erklärt Oliver Brux, Mitinhaber der Salierpraxis mit Standorten in Düsseldorf und Kempen.

Des Wurzels Kern
Bei einer Wurzelentzündung gelangen Bakterien aufgrund äußerer Einflüsse, wie Karies oder auch durch einen Unfall, über den Zahnschmelz in das Innere des Zahns und lösen dort eine Entzündung aus. Diese greift den Pulpa-Dentin-Komplex an, der aus Zahnmark besteht, in dem Lymphgefäße, Nerven und Bindegewebe liegen. „Da die Zahnwurzel äußerst verzweigt auf kleinstem Raum liegt, gehört die Endodontie zum Feld der anspruchsvollen Zahnbehandlungen“, weiß Oliver Brux und ergänzt: „Damit es nicht wieder zu einem bakteriellen Rückfall an der Wurzel kommt, müssen wir sicherstellen, dass jeder kleinste Kanal von erkranktem Gewebe befreit wurde. Dank der modernen Methoden arbeiten wir noch präziser und zugleich wesentlich patientenfreundlicher und schonender.“

Tiefe Einblicke in die Wurzel
Anders als vor einigen Jahren legen Zahnärzte mithilfe moderner Verfahren vor Be-handlungsbeginn genau fest, was während des Eingriffs passiert und wo genau die Krankheitsherde liegen. Mit einem 3-dimensionalen bildgebenden Verfahren, der Digitalen Volumentomografie (DVT), bildet das Ärzteteam der Salierpraxis die Beschaffenheit des Zahns und seiner Wurzelkanäle genau ab. „Dank dieser Veranschaulichung können wir unseren Patienten zeigen und erklären, bis wohin die Entzündung bereits vorgedrungen ist und wie genau wir mit unseren Methoden vorgehen“, erklärt Oliver Brux. Zur weiteren Bestimmung ermöglichen elektronische Längenmessgeräte eine exakte Ermittlung des Wurzelkanals. Für eine erfolgreiche Wurzelbehandlung ist es wichtig, den Kanal bis zur Stelle kurz vor der Wurzelspitze zu behandeln. Fällt dieser Prozess zu kurz aus, bietet der Zwischenraum Platz für eine erneute Bakterienansiedlung. Kommen die Instrumente zu nah an die Spitze, entstehen wiederum eventuell Reizungen und Entzündungen am Kiefer. Dank der modernen bildgebenden Verfahren und Messoptionen reduziert sich die Rückfallquote erheblich.

Kanälchen freigeräumt
Bereits im ersten Behandlungsschritt reduziert Oliver Brux die Gefahr, dass Erreger in die zu behandelnde Stelle dringen. Mi dem sogenannten Kofferdam, einem dünnen Gummituch, schirmen sie den erkrankten Zahn vom restlichen Mundraum und vom Speichel ab. Zur besseren Sicht auf das extrem kleine Arbeitsfeld und die noch kleineren Wurzelkanälchen nutzt Oliver Brux eine Vergrößerungshilfe mit koaxialem Licht, einem speziellen LED-Licht, oder ein Dentalmikroskop. Um die hauchfeinen Röhrchen im Zahn von dem erkrankten Gewebe zu befreien und Bakterien zu entfernen, kommen sehr flexible Instrumente zum Einsatz, die auch starken Krümmungen folgen können. Ergänzend unterstützt der Einsatz eines Lasers, da sein gebündeltes Licht in die hintersten und kleinsten Bereiche vordringt und dort Bakterien sowie erkranktes Gewebe entfernt. „Ein weiterer Vorteil des Lasers ist die selektive und patientenfreundliche Arbeitsweise. Im Bereich der Wurzelspitze löst er nur das erkrankte Gewebe und tötet Bakterien, schont jedoch das gesunde Gewebe und verringert Blutungen. Dadurch verringert sich häufig die Dosierung von Betäubung und Schmerzmitteln“, bemerkt Oliver Brux. Nach der Beseitigung aller Erreger wird das Wurzelsystem mit einer desinfizierenden Spülung gespült, deren Wirksamkeit durch eine Aktivierung mittels Ultraschall noch verstärkt wird. Anschließend verschließen die Ärzte in der Salierpraxis die Kanäle mit Kunststoff oder speziellem Kautschuk. „Um Bakterien effektiv fernzuhalten, arbeiten wir mit der sogenannten Adhäsivtechnik, damit das Füllmaterial gut anhaftet und die Kanäle komplett abdichtet“, sagt Oliver Brux und ergänzt abschließend: „Zähne ziehen bei Wurzelentzündungen ist nur noch in Ausnahmefällen nötig, wir wollen die Zähne unserer Patienten lieber erhalten, sofern das möglich ist.“
Weitere Informationen unter www.salierpraxis.de
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