fit und munter - Dritte Zähne im Wasserglas

fit und munter

Dritte Zähne im Wasserglas

für viele Menschen ist die Vorstellung, einmal auf eine dentale Vollprothese - die klassischen "Dritten" im Wasserglas - angewiesen zu sein, ein echter Albtraum. Doch es gibt Alternativen...
Münchner Zahnarzt setzt auf schonende Implantologieverfahren

Auf dem Nachttisch neben dem Bett steht ein Wasserglas. Darin schimmert etwas zartrosa und elfenbeinfarben im Mondlicht ... eine dentale Vollprothese. Jahrelang waren die klassischen "Dritten" für viele Menschen die einzige Möglichkeit, die eigene Kaukraft trotz umfassendem Zahnverlust (wenigstens teilweise) zu erhalten.

Und trotzdem: Für viele Gebissträger war und ist nach dem Verlust der eigenen Zähne nie wieder etwas wie zuvor. Die ständige Angst eines Verrutschens oder gar Verlierens, gepaart mit der umständlichen Handhabung einer nicht fest im Kiefer verankerten Voll- oder Teilprothese ist vielen Patienten ein Graus.

Schluss mit Haftcreme und Klammern

Doch es gibt Hoffnung: Mit der modernen Implantologie stehen der Zahnmedizin heute zahlreiche gut erprobte und bewährte Behandlungsmethoden zur Verfügung, welche die oft als unangenehm empfundenen, nicht-festsitzenden Voll- und Teilprothesen in vielen Fällen überflüssig machen.

Was es mit dem modernen Hightechverfahren auf sich hat, welche Behandlungs- und Versorgungsmethoden es gibt und was Patienten grundsätzlich über "Zahnimplantate" noch wissen sollten, erklärt der erfahrene Münchner Zahnarzt und Implantologe Dr. med. dent. Henrik-Christian Hollay:

Was sind eigentlich "Implantate"?
Dr. Hollay: Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, auf denen der eigentliche Zahnersatz fest installiert wird. So können auch umfangreiche Prothesen fest mit dem Kiefer verbunden werden. Sie ermöglichen dem Träger damit ein nahezu natürliches Ess- und Kauverhalten ohne Einschränkungen. Etwas, das mit klassischen "Dritten" so nicht möglich ist.

Wie werden die Implantate befestigt?
Dr. Hollay: Ist genug Knochensubstanz an der entsprechenden Kieferstelle vorhanden, bohrt der Implantologe ein Loch in den Knochen und schraubt das Implantat ein. Während der drei bis sechs Monate langen Einheilphase bleibt das Implantat unter einer dünnen Zahnfleischschicht sicher verborgen. In dieser Zeit geht die künstliche Zahnwurzel eine nahezu perfekte Verbindung mit ihrer Umgebung ein.

Was passiert, wenn nicht genug Knochen im Kiefer vorhanden ist?
Dr. Hollay: Bietet der natürliche Kieferknochen nicht (mehr) ausreichend Halt an der vorgesehenen Stelle, kann er künstlich verstärkt werden. Hierfür bringt der Zahnmediziner im Rahmen einer sogenannten Augmentation zusätzliches Knochenersatzmaterial ein. Dieses poröse Gewebe dient dem körpereigenen Knochenwachstum in der Folgezeit als willkommenes Gerüst für die Bildung von neuem Knochen um das Implantat herum.

Aus was besteht Knochenersatzmaterial?
Dr. Hollay: Knochenersatzmaterial kann sowohl aus eigenem Knochen, etwa aus dem Kinn oder dem Beckenkamm, als auch künstlich oder aus Spendermaterial tierischen oder humanen Ursprungs hergestellt werden. In unserer Praxis setzten wir meist auf die synthetische Variante, da es dabei zu keinerlei Abstoßungserscheinungen oder allergischen Reaktionen kommen kann. Bei besonders umfangreichen Augmentationsvorhaben kann es aber auch Sinn machen, etwas eigenes Knochenmaterial beizumischen. Grundsätzlich sind jedoch alle drei Verfahren zugelassen, erprobt und sicher.

Tut ein solcher Eingriff nicht sehr weh?
Dr. Hollay: Natürlich ist der Aufwand beim Setzen eines Implantats größer als etwa bei einer kleinen Zahnfüllung. Nichtsdestotrotz sind viele meiner Patienten überrascht, wie schnell und wenig schmerzhaft der Eingriff - ob mit oder ohne Augmentation - tatsächlich ist. Im hinteren Oberkieferbereich kann das Knochenersatzmaterial beispielsweise besonders schonend zwischen dem knöchernen Sinusboden und der daran anliegenden Kieferhöhlenschleimhaut eingebracht werden. Unsere spezielle Behandlungsmethode in diesem Fall ist minimalinvasiv und dauert mit dem Setzen des Implantats gerade einmal eine halbe Stunde.

Was sollten Patienten sonst noch beachten?
Dr. Hollay: Wichtig ist, dass sich der Patient über die Vorteile, Kosten und Risiken einer Versorgung mit dentalen Implantaten im Klaren ist. Ein ausgiebiges Beratungsgespräch, gründliche Voruntersuchungen und ein genauer Heil- und Kostenplan, den Patienten zur Klärung der Kostenübernahme unbedingt zuvor bei ihrer Krankenkasse oder Krankenversicherung einreichen sollten, sind daher ein absolutes Muss.

Sie möchten mehr erfahren? Gerne unterstützen wir Sie mit gut zu lesenden Fach- und Ratgebertexten unter www.dr-hollay.de/ratgeber/, unserem Onlinelexikon mit zahnärztlichen Fachbegriffen unter www.dr-hollay.de/zahnarztwissen/ sowie aussagekräftigen Experten-Statements von Dr. med. dent. Henrik-Christian Hollay, beantworten Ihre (Fach-)Fragen oder organisieren ein persönliches Treffen.

Sprechen Sie uns an: 089 - 85 63 16 90

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