fit und munter - Basale Stimulation in der häuslichen Intensivpflege

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Basale Stimulation in der häuslichen Intensivpflege

Die häusliche Intensivpflege strebt danach, beatmungsbedürftigen Patienten ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Besonders stark beeinträchtigte Patienten bedürfen für ihr psychisches Wohlbefinden jedoch zusätzlicher Maßnahmen, wie der Basalen Stimulation. Über ihren Beitrag zur menschenwürdigen Pflege berichtet der L&W Intensivpflegedienst.
Jeder Moment unseres bewussten Erlebens ist von zahllosen Eindrücken geprägt, die wir mittels verschiedener Sinne wahrnehmen. Von frühester Kindheit an trainiert unser Hirn die Filterung dieser immensen Informationsflut und entwickelt daraus ein natürliches Bedürfnis nach aktiven Sinneswahrnehmungen.

Erkranken Menschen und sind nicht mehr in der Lage, sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, reduziert sich die Menge zu verarbeitender Sinnesreize erheblich. In dieser Lage wird ihr Hirn nicht etwa untätig, sondern beginnt aus sich selbst heraus, Wahrnehmungen und Vorstellungen zu erzeugen. Der Mangel begründeter „Wahrnehmungsarbeit“ schlägt sich früher oder später in psychischen Problemen nieder, die das Wohlbefinden der Betroffenen nachteilig beeinflussen.

Die Prinzipien der Basalen Stimulation kommen seit vielen Jahren in der Intensivpflege zum Einsatz, wenn es darum geht, Patienten zu unterstützen, denen keine eigenständige Befriedigung sinnlicher Reizbedürfnisse möglich ist. Basale Stimulation bedeutet hier die Erfüllung menschlicher Reizbedürfnisse durch geschultes Pflegepersonal. Sie trägt durch die Aktivierung aller Sinne dazu bei, die psychischen Folgen mangelnder Reizauslastung unter einschränkenden Krankheitsbedingungen zu vermeiden. Zugleich ist die Basale Stimulation eine sehr ursprüngliche, nonverbale Kommunikationsform, mit der mitmenschliche Nähe und Wertschätzung auch dann übermittelt werden können, wenn Sprache versagt.

Die professionell angewandte Basale Stimulation nutzt alle Sinne. Durch Bewegung und Berührung wird die körperliche Selbstwahrnehmung ebenso wie das Gefühl für Gleichgewicht und Schwingungen angesprochen. Sprache, Geräusche und Musik bilden hingegen eine Klangkulisse, die ein erlebnisreiches Hören sicherstellen soll. Geruch und Geschmack können ihrerseits mit verschiedenen Nahrungsmitteln, ätherischen Ölen oder auch Blumen angesprochen werden,

Die Basale Stimulation hat das Bild menschenwürdiger Pflege erheblich gewandelt. Früher wurde es meist als ausreichend betrachtet, Pflegepatienten sicher vor Verletzungen, trocken und ernährt zu halten. Die Kenntnis der Bedeutsamkeit sinnlicher Auslastung führte dazu, dass heutzutage dem psychischen Wohlbefinden des Patienten im Rahmen ganzheitlich wirksamer Pflegekonzepte höchtste Bedeutung zukommt.

Als Spezialisten für häusliche Intensivpflege stehen die Mitarbeiter des L&W Intensivpflegedienstes gerne für ausführliche Informationen und Ratschläge zur Basalen Stimulation bereit.

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