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World Vision: Genug geredet, jetzt müssen Taten sprechen - sofort!

Kinder brauchen volle Aufmerksamkeit und müssen gehört werden

New York, 26.9.2013. Drei Tage lang haben Politiker und hochrangige Vertreter aus Gesellschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft in New York während und am Rande der UN-Vollversammlung über den Stand der Millennium-Entwicklungsziele beraten und diskutiert. Bei vielen Vorträgen wurde klar, dass insbesondere in Bezug auf die Reduzierung der Kleinkind- und Müttersterblichkeit (MDG 4+5) mehr geleistet werden muss.

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision begrüßt, dass die Forderungen offenbar gehört wurden und künftig mehr in die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern und Müttern investiert werden soll. Marwin Meier, Gesundheitsexperte bei World Vision Deutschland betont: "Viel wurde geredet, jetzt müssen Taten sprechen, und zwar sofort! Es bleiben nur noch etwa 800 Tage, um die gegebenen Versprechen einzuhalten. Das Ziel, die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken, wurde noch nicht einmal zur Hälfte erreicht. Diese Aufgabe braucht unsere volle Aufmerksamkeit, damit möglichst kein Kind mehr an Durchfall, Lungenentzündung oder Malaria sterben muss."

Bis September 2015, dem Zeitpunkt, zu dem die Ziele erreicht werden sollten, bleibt noch Zeit, die richtigen Maßnahmen umzusetzen, damit mehr Kinder und Mütter eine gute Zukunft haben. "Wir werden uns daran messen lassen müssen, ob es uns gelungen ist, den Menschen zu helfen, die am stärksten benachteiligt sind", so Meier. Millionen Kinder, Mütter, Behinderte, Kinder in fragilen Staaten, Mädchen und Jungen ohne Geburtsurkunde wurden bisher nicht mit Hilfsmaßnahmen erreicht.

World Vision hat in den Gemeinden, in denen die Organisation tätig ist, einen Diskussionsprozess über die Millenniumziele in Gang gesetzt.
Folgende Punkte, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht, wurden von den Gemeinden genannt:
  • Tausende verzweifelte Kinder in fragilen Staaten brauchen besonderen Schutz.
  • Behinderte Kinder dürfen nicht länger versteckt und stigmatisiert werden.
  • Auch die zwei Drittel der HIV-positiven Kinder, die bisher keinen Zugang zu antiretroviralen Medika- menten haben, müssen erreicht werden.
  • Zugang zu guter Ernährung für die ärmsten Kinder der Welt muss verbessert werden. Nährstoff- und Vitaminreiche Kost ist eine der besten Möglichkeiten, im Bereich Gesundheit, Bildung und Erwerbs- fähigkeit schnell gute Ergebnisse zu erzielen.
  • Kinder, die für unmenschliche Arbeiten ausgebeutet und als Sex-Sklaven missbraucht werden, müssen aus diesen Verhältnissen befreit werden.
World Vision macht darauf aufmerksam, dass die Forderungen von Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden und in den neuen Zielrahmen nach 2015 einfließen müssen (der sogenannte Post-2015 Prozess). "Kinder wissen sehr genau, was sie brauchen und haben klare Vorstellungen über eine Welt von morgen", so Meier. "Darum sollten wir ihnen mit unserer vollen Aufmerksamkeit zuhören".
Marwin Meier und Silvia Holten stehen bis zum 26. September in New York für Interviews, Hintergrundinformationen und Bewertungen der Ergebnisse des MDG-Gipfels zur Verfügung.


HINTERGRUND

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2012 wurden 317 Projekte in 49 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse "Aktion Deutschland Hilft" und Gemeinsam für Afrika. www.worldvision.de


PRESSEKONTAKT

Silvia Holten, Tel. 0049 (0)175-2959758 , e-mail: silvia_holten@wvi.org
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