fit und munter - Tipps für gesundes Haar

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Tipps für gesundes Haar


München, 26. Juni 2013 - Eine üppige Haarmähne, die in der Sonne glänzt und sich seidenweich anfühlt - wer will das nicht? Was man bei der Pflege von Haar und Kopfhaut beachten sollte, erklärt Gesundheitsredakteurin Claudia Galler von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de).

Jedes Haar durchläuft einen Lebenszyklus von 2-6 Jahren
Das Haar besteht hauptsächlich aus Keratin, einem verhornten Protein. Oberhalb der Kopfhaut liegt der Haarschaft, in der Haut befinden sich die Haarwurzel sowie die Haarzwiebel. Über die Haarzwiebel nimmt das Haar Nährstoffe aus dem Blut auf. Der Lebenszyklus eines Haares beginnt mit der Wachstumsphase von etwa 2-6 Jahren. Hier schiebt sich das Haar um etwa 0,3 mm pro Tag nach oben. In der anschließenden Übergangsphase von 1-2 Wochen stoppt das Wachstum, das Haar löst sich vom Haarfollikel ab. Danach wandert das alte Haar nach oben und fällt schließlich aus, während sich im Haarfollikel ein neues bildet. Auf einer gesunden Kopfhaut wachsen in etwa 100.000 bis 150.000 Haare.

Wichtig für gesundes und kräftiges Haar
- Eine ausgewogene Ernährung ist für die Versorgung mit Nährstoffen unerlässlich. Besonders wichtig sind hier Biotin, Zink, Eisen, die schwefelhaltigen Aminosäuren L-Cystein und L-Methionin sowie alle Vitamine und Spurenelemente.
- Das Shampoo sollte passend zur Kopfhaut sowie abgestimmt auf Hauterkrankungen gewählt sein.
- Nach kurzer Einwirkzeit müssen Shampoo und evtl. Haarspülung gründlich und nicht zu heiß ausgewaschen werden, Rückstände führen zu Reizungen der Haut. Haare nicht zu heiß föhnen.
- UV-Strahlung schädigt das Haar, deshalb an Sonnenhut und UV-Spray für die Haare denken.
- Zurückhaltung beim Stylen: Häufiges Färben und Dauerwellen können die Haare belasten.
- Ursachen für Beschwerden der Kopfhaut und gestörtes Haarwachstum sollten beim Hautarzt abgeklärt werden, z. B. Schuppenflechte, Neurodermitis, Entzündungen, Infektionen und Art des Haarausfalls.
- Haarausfall kann vielfältige Ursachen haben, z. B. Nebenwirkungen von Arzneimitteln wie bestimmte Antiepileptika, Stress und Hormonumstellungen in Schwangerschaft und Stillzeit.

Haarausfall: Kreisrund, diffus oder genetisch bedingt
Bei Haarausfall gehen über mehrere Wochen mehr als 100 Haare pro Tag verloren. Man unterscheidet genetisch bedingten Haarausfall, kreisrunden und diffusen Haarausfall. Der genetisch bedingte Haarausfall beruht auf einer Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron, welches das Haarwachstum behindert. Zur Behandlung werden Lösungen mit Estradiol aufgetragen, Männer können den Wirkstoff Finasterid als Tabletten einnehmen. Auch Lösungen mit Minoxidil für die Kopfhaut lassen die Haare wieder wachsen. Die Ursachen des kreisrunden Haarausfalls sind nicht genau geklärt, man vermutet Entzündungen, Infektionen oder Störungen des Immunsystems. Es kommt dabei zu einem plötzlichen Haarausfall, der ovale oder kreisrunde kahle Stellen entstehen lässt. Der diffuse Ausfall von Haaren verteilt sich gleichmäßig über den Kopf und beruht meist auf Nährstoffmangel.

Shampoos für jeden Kopfhaut-Typ
Bei trockener Kopfhaut und rieselnden Schuppen verwendet man milde Shampoos mit feuchtigkeitsspendenden Zusätzen wie Harnstoff und Panthenol, talgregulierende Shampoos kommen bei fettigen Schuppen zum Einsatz. Da sich Hefepilze auf schuppender Kopfhaut schnell vermehren können und diese zu Juckreiz und Entzündung führen, sind in vielen Anti-Schuppen-Shampoos antimykotische Wirkstoffe wie Ketoconazol oder Zink-Pyrthion enthalten.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema gesunde Haare und gesunde Kopfhaut haben, hilft Ihnen Ihr Hautarzt gerne weiter. Gut bewertete Dermatologen finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/hautaerzte-dermatologen-geschlechtskrankheiten/fachgebiet/).

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