fit und munter - Mythos oder Medizin – viele Gesundheits-Tipps sind nicht mehr als Märchen, die man aufdecken muss

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Mythos oder Medizin – viele Gesundheits-Tipps sind nicht mehr als Märchen, die man aufdecken muss

Handystrahlen - viele Mythen und Märchen kursieren zu diesem Thema. Allerdings gehören viele so genannte Gesundheits-Tipps in das Reich der Sagen verbannt.
Was steckt hinter der Behauptung, Handystrahlen würden Krebs verursachen?
Mobiltelefone arbeiten mit elektromagnetischen Frequenzen. Diese sind zum Beispiel denen von Mikrowellen-Küchengeräten ähnlich. Demnach besteht theoretisch die Möglichkeit, dass die auftretende Strahlenhitze Körperzellen schädigt. Allerdings zeigen die Ergebnisse der Interphone-Studie, dass eine Krebsgefahr beim telefonieren nicht besteht.
"Voraussetzung ist natürlich, dass vorgegebene Grenzwerte für die Strahlenbelastung von Menschen eingehalten werden", erläutert Professor Achim Enders (Institut für Elektromagnetische Verträglichkeit an der Technischen Universität Braunschweig. Bevor man jetzt allerdings verzweifelt in den Daten des Handyhandbuches nach Angaben sucht, ob das eigene Handy denn diesen Grenzwerten entspricht, "das ist bei allen heutigen Handys der Fall" weiss Enders. Dass Handystrahlen angeblich Krebs verursachen ist jedoch nicht das einzige Märchen rund um das Mobiltelefon.
Handys stören medizinische Geräte im Krankenhaus
Wer sich in ein Krankenhaus begibt, muss unbedingt sein Mobiltelefon ausschalten, da Handys durch ihren Elektrosmog medizinische Geräte und Herzschrittmacher stören. So weit die Behauptung. Gemäß einer Untersuchung von den US-Medizinern Aaron Carrol und Rachel Vreeman (Universität Indiana) gibt es keine seriös dokumentierten Fälle von durch Handys verursachte Schädigungen in Krankenhäusern. Tatsächlich könnte man darüber nachdenken, dass durch den Gebrauch von Handys die Reaktionszeiten des Personals verkürzt werden könnten.
Nach dem Essen darf man nicht schwimmen gehen
Direkt nach dem Essen soll man nicht Schwimmen gehen. Wer hat diese Warnung nicht schon mal gehört. Was ist dran? "Selbst Wettkampfschwimmer essen vor und beim Schwimmen etwas", weiss Dr. Jürgen Steinacker (Leiter Sektion Sport- und Bewegungsmedizin am Universitätsklinikum Ulm). Es sei vielmehr so, dass man keinesfalls mit nüchternem Magen in Wasser gehen sollte. Natürlich ist dabei zu beachten, dass man an die körperliche Leistung angepasst etwas isst. Es ist kein Problem vor dem Sport etwas zu essen. Nach einer üppigen Mahlzeit benötigt allerdings der Verdauungstrakt einen Großteil des Blutes. Daher wird der Körper eher müde und träge. Dann kommt es zu einer Unterversorgung sowohl des Gehirns als auch der Muskeln. Dass man nach dem Essen nicht direkt Schwimmen gehen sollte, ist längst nicht die einzige irrige Ansicht rund um das Thema Essen. Was ist beispielsweise zu dem berühmten Verdauungsschnaps zu sagen?
Nach dem Essen ein Schnaps zur Verdauung
Auch das hat man schon oft gehört. Wie sieht es mit dieser Behauptung aus? Fördert ein Schnaps tatsächlich die Verdauung? Ganz und gar nicht! Nach Professor Hans-Dieter Allescher (Klinikum Garmisch-Partenkirchen) blockiert der Alkohol sogar die Verdauungsenzyme, die ansonsten eigentlich für die Fettverdauung benötigt werden. Das Gefühl der Erleichterung nach Alkoholgenuss begründet sich vielmehr darin, dass Magennerven durch Alkohol betäubt werden. Durch diese Betäubung empfindet man das Völlegefühl nicht mehr so stark.
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