fit und munter - Das"Bauchgehirn"- der Darm

fit und munter

Das"Bauchgehirn"- der Darm

Stresszustände, emotionale Belastungen, aber auch Nahrungsmittel können Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen oder ständigen Stuhldrang auslösen. Wechseln diese Zustände ab und bestehen die Beschwerdenüber mehrere Monate, könnte dies auf einen Reizdarm deuten. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hängen Durchfall oder Verstopfung mit den Funktionen von Milz, Magen, Dünn- und Dickdarm zusammen.
Irritables Darmsyndrom (IDS), Reizkolon oder "nervöser Darm" sind weitere Begriffe für diese Störung. Rund 15 Prozent der Bevölkerung leiden daran - Frauen häufiger als Männer. Wichtig ist zunächst, ernsthafte Krankheiten auszuschließen. Aufschluss geben können hier Blut-und Stuhluntersuchungen, aber auch Ultraschall, Röntgen oder endoskopische Verfahren. Hat der Betroffene Blut im Stuhl, einen deutlichen Gewichtsverlust, Blutarmut, Fieber oder Gelbsucht ist eine schulmedizinische Diagnostik notwendig.

In den meisten Fällen lassen sich jedoch keine organischen Ursachen finden. Häufig taucht das Reizdarmsyndrom bei Stress und negativen Emotionen auf - nicht selten mit anderen funktionellen Störungen wie Rücken- und Kopfschmerzen, Fibromyalgie, Reizblase, Sodbrennen und auch Angstzuständen. Nicht umsonst nennen man in der Naturheilkunde und sinngemäß auch in der Medizin der "alten Chinesen" den Darm "Bauchgehirn". Handelt es sich doch schließlich um ein komplexes und umfangreiches Nervensystem, das auf seelische Zustände sehr leicht reagiert.

Bei Stress ist es aus Sicht der TCM und der Akupunkturlehre die Leber, die nicht "zur Ruhe kommt" und zu einer Dauer-Anspannung auch des Magens und des Darmes führt. Die Milz ist nach Erkenntnissen der chinesischen Therapeuten generell für Stoffwechsel und Verdauung zuständig. Wenn irgendetwas nicht verdaut werden kann, dann reagiert dieses System: Das kann sowohl eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit als auch eine unerträgliche psychische Belastung sein.

Auch auf der geistigen Ebene kann dies der Fall sein - wenn man zu viel lernt, oder einfach zu viel nachdenkt. Der Magen kann durch die Daueranspannung den angedauten Nahrungsbrei nicht weiter in den Darm befördern. Das Essen bleibt dann unter Umständen viele Stunden lang im Oberbauch "stecken" und verursacht dann die Völlegefühle und das Sodbrennen.

Die Niere hingegen gilt als das energetische Reservoir des Menschen. Wenn man sich für längere Zeit körperlich oder seelisch verausgabt, kann dies dazu führen, dass der Darm aus diesem Kraft-Reservoir nicht genügend Energie erhält. Die Lunge wiederum kann manchmal - so die TCM- durch überwältigende Trauer geschädigt werden. Die Folge davon ist, dass der Darm ebenfalls nicht mit Energie versorgt wird.

Der Reizdarm lässt sich gut mit TCM und Akupunktur behandeln. Jeder Mensch ist jedoch anders. Dafür ist ein ausführliches diagnostisches Gespräch notwendig - zusammen mit einer Puls-, Zungen- und vielleicht auch Bauchdiagnose. Die Patienten können in den Praxen von A.Noll in Berlin und München mit Akupunktur, Massagen oder Kräutern behandelt werden. Entscheidend ist allerdings die Mitarbeit der Patienten selber. Sie können die Symptome lindern, in dem sie Stressfaktoren reduzieren, auf eine ausgewogene Ernährung achten, sich bewegen bzw. Sport treiben und belastende Lebensumstände verändern.

Noch ein Hinweis: Der Reizdarm ist grundsätzlich zu unterscheiden von nachweislich entzündlichen Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Neuere Studien belegen, dass Morbus Crohn auch durch genetische Faktoren bedingt ist - was aber keinesfalls aussschließt, daß die Selbstheilungskräfte des Menschen so angeregt und harmonisiert werden, daß diese genetische Disposition nicht in Erscheinung treten muss.

Kontakt:
Prof. (Univ. Chengdu/China)/Heilpraktiker
Andreas A. Noll
www.praxis-noll.de

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