fit und munter - Augenarzt für Neuss: Grauer Star und Frakturrisiko

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Augenarzt für Neuss: Grauer Star und Frakturrisiko

Eine Operation am Grauen Star dient auch der Sturzprophylaxe, betont Augenarzt aus Neuss
NEUSS. Der Graue Star, auch als Katarakt bezeichnet, ist in den meisten Fällen ein altersbedingtes Augenleiden. Benno Janßen, Augenarzt aus Neuss, erklärt, was es damit sich auf sich hat: "Etwa ab dem 60. bis 70. Lebensjahr trübt sich die Augenlinse durch die Ablagerung von Stoffwechselprodukten fortschreitend ein und verliert an Elastizität. Für Betroffene ist damit ein zunehmender Verlust an Sehfähigkeit verbunden, der sich unter anderem in erhöhter Blendungsempfindlichkeit und eingetrübter Sicht bemerkbar macht. Patienten, die einen Grauen Star nicht behandeln lassen, riskieren unter Umständen nicht nur fortschreitenden Sehverlust, sondern setzen sich dadurch einen erhöhten Sturzrisiko aus. Zudem haben Studien gezeigt, dass eine eingeschränkte Sinneswahrnehmung das Risiko für Demenz erhöht."



Augenarzt aus Neuss: OP am Grauen Star wirkt sich in vielerlei Hinsicht prophylaktisch aus



Augenarzt Benno Janßen weiß, dass sich eine Operation am Grauen Star in vielerlei Hinsicht prophylaktisch auswirken kann. Eine große amerikanische Datenbankstudie konnte nachweisen, dass sich durch eine Katarakt-OP die Rate von Hüftfrakturen reduzieren lässt. Wie erklärt sich dieser Zusammenhang? "Durch eine Trübung der natürlichen Augenlinse nimmt die sogenannte posturale Instabilität zu. Die posturale Instabilität beschreibt die mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung. In deren Folge kann es zu Stürzen kommen, die gerade im Alter der Einstieg in langwierige Pflegebedürftigkeit sein können - Beispiel Oberschenkelhalsfrakturen." Die amerikanische Studie fand heraus, dass etwa die Hälfte aller Frakturen am Oberschenkelhals auf eine verminderte Sehfähigkeit zurückzuführen ist.



Zahl der Hüftfrakturen sank laut Studie nach einer Katarakt OP, schildert Augenarzt aus der Region Neuss



Die amerikanische Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich das Risiko von Hüftfrakturen zumindest in einem geringen Umfang vermindern lässt, wenn eine Graue Star-OP mit Austausch der natürlichen gegen eine künstliche Augenlinse erfolgt ist. (Quelle: JAMA 2012; 308(5): 493-501). Die Autoren der Studie quantifizierten die Untersuchungsergebnisse: Im ersten Jahr nach der Operation sank das Risiko um 0,2 Prozent. Die Studie bezog über eine zufällige Stichprobe aus insgesamt 1,1 Millionen Krankenversicherte ab 65 Jahren mit ein, die im Zeitraum zwischen 2002 und 2009 eine Graue Star Diagnose erhalten hatten. Etwa 411.000 Patienten wurden im Zeitraum der Studie operiert. Die Untersuchung konnte nachweisen, dass vor allem Patienten in höherem Alter und mit weiteren Krankheiten von der Operation profitieren konnten.
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