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Gesundheitswesen - Medizin: Silvester-Feuerwerk ohne Folgen - Hörakustiker geben Tipps für die Ohren / Traum-Feuerwerk statt Knalltrauma? (FOTO)

Geschrieben am Donnerstag, 07. Dezember 2017 von Administrator

ots schreibt "


Zum Jahreswechsel soll das Feuerwerk mit Lärm und Krach böse
Geister vertreiben. Bei der Knallerei wird jedoch oft vergessen, dass
sie unser Gehör beträchtlich schädigen kann. Mehr als 8.000 Menschen
sind jährlich nach Silvester von Verletzungen des Innenohrs durch den
Knall von Böllern und Raketen betroffen. Bei rund einem Drittel von
ihnen ist der Hörschaden irreparabel.

Donnerschläge und Chinaböller führen die Lärmliste beim
Silvesterfeuerwerk an. Ein Donnerschlag ist mit 150 Dezibel so laut
wie eine kleine Schusswaffe. Ein Knalltrauma ist allerdings bereits
ab 135 Dezibel möglich. Was also zur Jahreswende viel Spaß macht, ist
für die Ohren eine echte Herausforderung. Schon ein einziger lauter
Knall in Ohr-Nähe - zum Beispiel durch einen Feuerwerkskörper - kann
zu einem Knalltrauma führen.

Nicht allein der Lärm ist ursächlich für die Schäden, sondern vor
allem die Druckbelastung durch die Explosion. Dieser Druck kann -
neben anderen Verletzungen - die feinen Flimmerhärchen im Innenohr
unwiderruflich schädigen. "Ein watteartiges, dumpfes Gefühl, ein
Rauschen oder Dröhnen können Anzeichen für ein Knalltrauma und einen
Hörsturz oder Tinnitus sein", weiß Marianne Frickel, Präsidentin der
Bundesinnung der Hörakustiker (biha). "Insbesondere bei Kindern und
Jugendlichen ist Vorsicht geboten. Sie können die Gefahr des lauten
Knalls nicht einschätzen. Außerdem ist ihr Gehör besonders
empfindlich." Für Groß und Klein gilt: Vorbeugen ist der beste
Schutz.

Marianne Frickel empfiehlt, in der Silvesternacht Abstand zu
Lärmquellen zu halten sowie einen Gehörschutz zu tragen. Neben
standardisierten Ohrstöpseln gibt es die Möglichkeit, beim
Hörakustiker einen individuellen Gehörschutz anfertigen zu lassen.
"Dieser Gehörschutz ist mehr als ein Stück Kunststoff im Ohr. Er wird
individuell an das Ohr angepasst, dichtet zuverlässig ab und ist
dennoch kaum zu spüren", sagt Frickel. Mit Filtern ausgestattet lässt
er sich auf unterschiedliche Lärmbelastungen einstellen.

Wer sein Gehör nicht überstrapazieren will, kann übrigens auf
Fontänen, Feuerkreisel, Knallerbsen und Wunderkerzen zurückgreifen.
Sie sind nicht lauter als ein Staubsauger und somit ein
ungefährliches Vergnügen für die Silvesternacht.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer
indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt
zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit 6.200
Hörakustiker-Betrieben und ca. 14.500 Hörakustikern versorgt das
Hörakustiker-Handwerk ca. 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit
qualitativ hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung
der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker
in Deutschland.

Hörakustiker beraten umfassend, führen Hörtests durch und suchen
gemeinsam mit den Hörgeschädigten das Hörsystem aus. Dieses passen
sie ganz individuell an den Hörverlust und die persönlichen
Bedürfnisse des Schwerhörigen an. Sie stellen Otoplastiken her und
beraten präventiv zu Gehörschutz. Hörakustiker können bei Tinnitus
und Hörsturz helfen. Sie begleiten CI-Patienten nach der Implantation
und unterstützen sie beim Hörtraining. Die Weiterbildung zum
Pädakustiker lässt sie bei Hörverlusten auch die Bedürfnisse der
kleinsten Patienten in ihren ersten Lebensmonaten versorgen.
Ausschließlich Hörakustiker dürfen in Deutschland eine vollständige
Hörsystemversorgung vornehmen.



Pressekontakt:
Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha) KdöR
Wallstraße 5, 55122 Mainz
Dr. Juliane Schwoch
schwoch@biha.de
06131 965 60-28
0162 / 4157458
www.biha.de

Original-Content von: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, übermittelt durch news aktuell



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