fit und munter - Die innerklinische Notfallversorgung im Klinikum Ingolstadt wurde weiter optimiert

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Die innerklinische Notfallversorgung im Klinikum Ingolstadt wurde weiter optimiert

Die Wahrscheinlichkeit eines Notfallgeschehens in einer Klinik ist bedingt durch das Patientenkollektiv mit erheblichen gesundheitlichen Risiken, Multimorbidität und durch invasive Eingriffe erhöht.
Die erfolgreiche Versorgung der Notfallpatienten setzt eine optimale Organisation zur schnellen Einleitung der lebensrettenden Maßnahmen voraus.

Im Klinikum wird das Reanimationsteam der Intensivstationen über das gleichzeitige Betätigen von drei Alarmtasten am Patientenbett alarmiert. Sollten die Tasten nicht zur Verfügung stehen, so wird das Team der Anästhesie unter der 3333 bzw. das Team der inneren Intensivmedizin über die 3175 telefonisch alarmiert.

Neu ist die Implementierung von halbautomatischen Defibrillatoren im gesamten Klinikum Ingolstadt. So stehen in der Eingangshalle, im UG 1 und auf allen Notfallwägen der Ebenen solche Geräte zur Verfügung.

Der Handlungszeitraum ist bei einem Kammerflimmern/Kammerflattern im Notfall äußert eng gefasst. Jede untätige Minute ohne Defibrillation mindert die Überlebenschancen um ca. 10%. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 75% der Betroffenen mit Hilfe eines professionellen Defibrillators gerettet werden könnten. Auch in der Akutphase eines Herzinfarktes treten häufig gefährliche Herzrhythmusstörungen auf. Selbst kleinere Infarkte führen nicht selten zu Kammerflimmern und im Anschluss zum plötzlichen Herztod.

Diese Geräte können von jedem Mitarbeiter sowie auch von medizinischen Laien bedient werden. Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) leiten die Helfer während einer Reanimation dahingehend, ob und wann die Schocks dem Patienten gegeben werden sollen. Besteht keine Indikation zur Defibrillation kann kein Schock ausgelöst werden.

Auch die Bestückung der Notfallwägen auf den Ebenen hat sich verändert. Medikamente und spezielles Notfall Equipment wurde aus den Wägen entfernt. Diese spezielle Ausrüstung bringen die Reanimationsteams in Notfallrucksäcken mit zum Einsatzort.

In den Wägen befindet sich ausschließlich die Ausrüstung zu Erstversorgung der Notfallpatienten und der Defibrillator. In verschiedenfarbigen Taschen werden Hilfsmittel für die Beatmung und Infusionstherapie vorgehalten.

Neben dem bekannten Beatmungsbeutel mit Maske wird ein Larynxtubus vorgehalten, der optional als Hilfsmittel zu Beatmung eingesetzt werden kann. Auch eine manuelle Absaugung ist im Equipment des Notfallwagens vorhanden.

Eine umfassende Schulung der Mitarbeiter ist der wichtigste Faktor einer optimalen Notfall-versorgung. In diesen Kursen wird auf die frühestmögliche und suffiziente Herzdruckmassage besonders großer Wert gelegt. Längstens nach 3 Minuten Herzstillstand entstehen bereits die ersten massiven neurologischen Defizite und bald danach irreparable Hirnschäden.

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